Gas-Versorgung:

Für maximale Versorgungssicherheit in Deutschland

Zum Erhalt und Ausbau einer sicheren Erdgas-Versorgung investiert die Energiewirtschaft jährlich mehr als eine Milliarde Euro. Über Pipelines wird der emissionsarme Energieträger aus den weltweiten Erdgas-Reserven in das deutsche Leitungsnetz transportiert. Gleichzeitig dient dieses Leitungsnetz dem Transport des wachsenden Anteils von Erneuerbarem Gas. Selbst für die Nutzung als Speicher für Ökostrom in Form von grünem Gas ist es geeignet.

Zuverlässig rund um die Uhr

Eine warme Heizung, fließend warmes Wasser, Erdgas-Tankstellen – Verbraucher von Erdgas in Deutschland können sich zu 100 Prozent auf die Versorgung verlassen. Zwölf Mal – so oft könnte das deutsche Leitungsnetz die Erdkugel umspannen. Mit einer Gesamtlänge von mehr als 540.000 Kilometern gehört es zu den am besten ausgebauten und sichersten Transportnetzen der Welt.

Fast 50 zusätzliche unterirdische Erdgas-Speicher stellen rund um die Uhr eine zuverlässige Versorgung der Verbraucher mit Erdgas sicher. Etwaige Lieferschwankungen und kurzfristige Mehrbedarfe werden dadurch schnell und einfach ausgeglichen. Deutschland verfügt in Europa über die meisten Erdgas-Speicher und die insgesamt größte Speicherkapazität. So ausgestattet, gibt es fast keine Ausfallzeiten für die hiesigen Gas-Nutzer.

Auch in der Zukunft sicher versorgt

Um diese Versorgungssicherheit dauerhaft aufrecht zu erhalten, erschließt die Energiewirtschaft ständig neue Erdgas-Vorkommen. Der größte Teil der weltweiten Erdgas-Reserven befindet sich im Nahen Osten sowie auf dem Gebiet der GUS-Staaten und wird über große Pipelines nach Deutschland transportiert. Mit der Energiewende und dem mit ihr verbundenen Umstieg auf Grünes Gas wird die gut ausgebaute vorhandene Infrastruktur dauerhaft genutzt. Auf lange Sicht wird das Erdgas in Deutschland also immer grüner. Die Gas-Versorgung ist auch für die Zukunft gesichert.

Diversität im Gasimport sichert die Versorgung

Der Großteil des in Deutschland eingesetzten Erdgas werden hierzulande oder in anderen europäischen Ländern gefördert. Mehr als die Hälfte wird aus Russland importiert. In 2020 betrug der Anteil der Inlandsförderung am Verbrauch 5,2 Prozent (BDEW, vorläufiger Wert). Importiert wurde Erdgas zu etwa 55Prozent aus Russland und etwa 30 % aus Norwegen, der Rest stammt aus übrigen europäischen Ländern (Statista).

Durch die große Zahl an Bezugsquellen und eine noch größere Zahl von Bezugswegen können mögliche Störungen jederzeit kompensiert werden, sodass die Versorgung der Verbraucher stets gewährleistet bleibt. Vorrangig erfolgt die Gaslieferung über unterirdisch verlegte Gas-Pipelines. Neben dem Transport von Erdgas über Pipelines kann Erdgas in verflüssigter Form (LNG) auch auf dem Seeweg zu uns gelangen. Auf diese Weise gelangen auch Gas-Lieferungen aus z. B. Algerien oder Katar in das deutsche Gas-Netz. Entsprechende LNG-Terminals gibt es beispielsweise bei unseren europäischen Nachbarn in den Niederlanden und Frankreich. Aktuell werden Pläne für ein mögliches deutsches LNG-Terminal geprüft.

Zuverlässigkeit der Versorgung

Die Gas- und Strom-Netzbetreiber übersenden Daten zu Versorgungsunterbrechungen

  • Strom: mit einer Dauer über drei Minuten
  • Gas: alle Versorgungsunterbrechungen

an die Bundesnetzagentur (BNetzA), die daraus bestimmte Kennzahlen ermittelt. Seit dem Jahr 2006 wird der SAIDI-Wert (System Average Interruption Duration Index) für die deutschen Gas- und Strom-Netzbetreiber von der BNetzA erfasst. Die Grafik zeigt auf, dass das Gas-Netz äußerst zuverlässig ist und sehr stabil seiner Versorgungsaufgabe nachkommt. Stromkunden müssen im Allgemeinen mit einer höheren Ausfallquote rechnen.

Zuverlässigkeit/Qualität der Versorgung

SAIDI-Wert (in min/a)

Expertenthema
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