Synthetisches Gas

Problemlöser der Energiewende

Das Ener­gie­sys­tem der Zu­kunft ist auf er­neu­er­ba­ren Ener­gien auf­ge­baut. Re­ge­ne­ra­tiv er­zeug­ter Strom hat al­ler­dings ein De­fi­zit: Er kann bis­her nicht in den be­nö­tig­ten Men­gen und nicht über län­ge­re Zeit ge­spei­chert wer­den. Das ist ein Pro­blem, weil die Son­ne nicht im­mer scheint und der Wind nicht im­mer weht. An wind­stil­len Ta­gen mit star­ker Be­wöl­kung wird al­so nicht ge­nug er­neu­er­ba­re Ener­gie er­zeugt, um Deutsch­land zu­ver­läs­sig mit Strom und Wär­me zu ver­sor­gen.

Klimaneutral leben und bestehende Infrastrukturen nutzen

Syn­the­ti­sches Gas löst die­ses Pro­blem zu ei­nem gro­ßen Teil: Mit der Power-to-Gas-Tech­no­lo­gie kann Strom in Zei­ten des Über­schus­ses in er­neu­er­ba­res Gas um­ge­wan­delt wer­den. Das ge­schieht mit der Elek­tro­ly­se: Da­bei wird mit­hil­fe des grü­nen Stroms Was­ser in sei­ne Be­stand­tei­le Sau­er­stoff und Was­ser­stoff zer­legt. Durch die an­schlie­ßen­de Me­tha­ni­sie­rung ent­steht syn­the­ti­sches Gas.

Kli­ma­neu­tra­le Ener­gie wird al­so in Mo­le­kü­le um­ge­wan­delt. Die­se Mo­le­kü­le las­sen sich über gro­ße Ent­fer­nun­gen trans­por­tie­ren und au­ßer­dem in be­trächt­li­chen Men­gen spei­chern – in ei­ner In­fra­struk­tur, die es be­reits gibt und die da­für nicht mit gro­ßem Auf­wand um- oder aus­ge­baut wer­den muss.

Synthetisches Gas als Stromspeicher auch an nebligen Wintertagen

Das syn­the­ti­sche Gas kann dann ent­we­der zur Wär­me­er­zeu­gung ge­nutzt wer­den und stellt auch an kal­ten, neb­li­gen Win­ter­ta­gen die Wär­me­ver­sor­gung der Men­schen und der Un­ter­neh­men si­cher. Oder die Mo­le­kü­le neh­men den Weg zu­rück: Das syn­the­ti­sche Gas wird mit der Rück­ver­stro­mung zum Bei­spiel in Gas-Kraft­wer­ken wie­der in Strom zu­rück­ver­wan­delt.

Da­bei ent­ste­hen un­wei­ger­lich Um­wand­lungs­ver­lus­te: Ein Teil der Ener­gie wird da­für be­nö­tigt, aus Strom erst Gas und dann ggf. wie­der Gas zu Strom zu ma­chen. Der­zeit müs­sen bei Über­schuss­si­tu­a­ti­o­nen im Strom­netz aber Wind­rä­der zeit­wei­se still­ge­legt oder So­lar­parks vom Netz ge­nom­men wer­den, weil der Strom nicht ver­braucht wer­den kann und so­mit das Strom­netz über­las­tet wür­de. 2020 fiel ein un­ge­nutz­ter Über­schuss von mehr als 6.000 Gi­ga­watt­stun­den Öko­strom an. 2022 wur­den 8.071 GWh ab­ge­re­gelt: rund 70 Pro­zent (5.682 Gi­ga­watt­stun­den) der Ab­re­ge­lun­gen von Er­neu­er­ba­ren-Ener­gien-An­la­gen im ge­sam­ten Jahr 2022 er­folg­ten auf­grund von Eng­päs­sen im Über­tra­gungs­netz. Die rest­li­chen rund 30 Pro­zent (2.389 Gi­ga­watt­stun­den) der Ab­re­ge­lun­gen sind in den Ver­tei­ler­net­zen ver­ur­sacht wor­den. Da es deut­lich sinn­vol­ler ist, die­sen Strom für eine nicht nur kli­ma­neu­tra­le, son­dern auch wit­te­rungs­un­ab­hän­gi­ge und da­mit zu­ver­läs­si­ge Ener­gie­ver­sor­gung zu nut­zen, wur­de im Rah­men der am 10. No­vem­ber 2023 vom Bun­des­tag be­schlos­se­nen Re­form des EnWG auch ei­ne neue Re­ge­lung zur Ver­rin­ge­rung der Ab­re­ge­lung von Er­neu­er­ba­ren-Ener­gien-An­la­gen we­gen strom­be­ding­ter Netz­eng­päs­se (§ 13k EnWG) ein­ge­führt. Die­ses neue Ins­tru­ment soll am 1. Ok­to­ber 2024 mit ei­ner Er­pro­bungs­pha­se be­gin­nen.

In Deutsch­land sind meh­re­re For­schungs- und Ver­suchs­pro­jek­te mit der Power-to-Gas-Tech­no­lo­gie sehr er­folg­reich ver­lau­fen. Gas­för­mi­ge Ener­gie mit an­schlie­ßen­der Me­tha­ni­sie­rung kann viel ein­fa­cher und über einen deut­lich län­ge­ren Zeit­raum als Strom ge­spei­chert wer­den. Durch SNG wer­den die Sek­to­ren Wär­me und Strom sinn­voll ge­kop­pelt und die Ver­sor­gungs­si­cher­heit er­höht.

Für Endverbrauchende ändert sich mit synthetischem Gas nichts

Power-to-Gas ist eine der tech­no­lo­gi­schen Stüt­zen für die Ener­gie­wen­de, denn sie ist eine zen­tra­le Kopp­lungs­tech­no­lo­gie zwi­schen Strom- und Gas-In­fra­struk­tur. Lo­ka­le An­wen­dungs­pro­jek­te sind be­reits heu­te am Netz. Das ent­ste­hen­de syn­the­ti­sche Gas – ab­ge­kürzt: SNG – kann ge­nau­so ver­wen­det wer­den wie kon­ven­ti­o­nel­les Gas oder Bio­gas, zur Er­zeu­gung von Wär­me und Strom oder als Ener­gie­trä­ger für gro­ße Kraft­wer­ke. Für End­ver­brau­che­rin­nen und End­ver­brau­cher, die be­reits auf ef­fi­zien­te Gas-Tech­no­lo­gien im Ei­gen­heim set­zen, än­dert sich mit syn­the­ti­schem Gas nichts: Ih­re Hei­zung kann SNG ge­nau­so zur Wär­me­ver­sor­gung nut­zen wie klas­si­sches Erd­gas.

Hybrid heizen mit Gas und Erneuerbaren

Flexible Gas-Hybridheizungen

Hy­bri­de Heiz­sys­te­me wie z. B. Gas-Brenn­wert und So­lar­ther­mie-An­la­gen ver­bes­sern die Ener­gie­bi­lanz. Vor al­lem bei Mo­der­ni­sie­run­gen im Ge­bäu­de­be­stand sind Hy­brid­hei­zun­gen be­liebt.

Innovative Energieerzeugung mit der Brennstoffzelle

Autarke Wärmewende

Die in­no­va­ti­ven Brenn­stoff­zel­len pro­du­zie­ren gleich­zei­tig Wär­me, war­mes Was­ser und Strom.

Heizungsmodernisierung spart Energie. Heizkosten und CO2

Heizung modernisieren

Wer sei­ne Heiz­kos­ten dau­er­haft sen­ken will, soll­te über die Er­neu­e­rung der Hei­zung nach­den­ken.

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