Fahren mit Gas

Klima schonen, Geld sparen

Die Au­to­mo­bil­bran­che steht vor gro­ßen He­raus­for­de­run­gen in Be­zug auf nach­hal­ti­ge Mo­bi­li­tät. Der fort­schrei­ten­de Kli­ma­wan­del, die Ver­knap­pung von fos­si­len Brenn­stof­fen und ge­setz­li­che Vor­ga­ben zur Re­du­zie­rung von Emis­si­o­nen stel­len die Her­stel­ler vor ei­ne wich­ti­ge Auf­ga­be – die Ent­wick­lung von um­welt­freund­li­chen und ef­fi­zien­ten An­triebs­lö­sun­gen.

In die­sem Kon­text spie­len al­ter­na­ti­ve Kraft­stof­fe wie CNG und Bio-CNG ei­ne wich­ti­ge Rol­le. CNG und sei­ne Bio­va­ri­an­te über­zeu­gen als mo­der­ne Al­ter­na­ti­ve im Ver­gleich zu Ben­zin oder Die­sel durch güns­ti­ge­re Kraft­stoff­kos­ten und vor al­lem durch ei­ne po­si­ti­ve Um­welt­bi­lanz. Der ener­gie­rei­che Kraft­stoff ver­brennt sehr sau­ber, dies führt zu ei­ner ver­bes­ser­ten Luft­qua­li­tät und ei­nem ge­rin­ge­ren Bei­trag zum Treib­haus­ef­fekt.

Bio-CNG ist ein na­he­zu CO2-neu­tra­ler Bio­kraft­stoff, der oh­ne Ein­schrän­kun­gen in CNG-Fahr­zeu­gen ein­ge­setzt wer­den kann. Durch den Ein­satz von 100 Pro­zent Bio-CNG als al­ter­na­ti­ver Bio­kraft­stoff kön­nen die Treib­haus­gas-Emis­si­o­nen ei­nes Fahr­zeu­ges um bis zu 97 Pro­zent ge­senkt wer­den. Die Im­ple­men­tie­rung von Bio-CNG als Kraft­stoff ist prak­tisch um­setz­bar, oh­ne dass um­fang­rei­che In­ves­ti­ti­o­nen in neue Struk­tu­ren er­for­der­lich sind. Die be­ste­hen­de Gas-In­fra­struk­tur er­mög­licht ei­ne pro­blem­lo­se In­te­gra­ti­on von Bio-CNG in den Ver­kehrs­sek­tor und er­leich­tert so zum Bei­spiel Kom­mu­nen den Über­gang zu nach­hal­ti­gen Mo­bi­li­täts­lö­sun­gen.

Krafstoffrechner: Ab wann rechnet sich ein CNG-Fahrzeug?

Ne­ben den kli­ma­scho­nen­den Ei­gen­schaf­ten und der nach­hal­ti­gen Zu­kunfts­pers­pek­ti­ve von CNG und Bio-CNG als Kraft­stof­fe spricht ein wei­te­res Ar­gu­ment für CNG-Au­tos: die Kos­ten. So­wohl CNG als auch sei­ne Bio­kraft­stoff-Va­ri­an­te sind im Ver­gleich deut­lich güns­ti­ger im Preis, denn ein Ki­lo CNG lie­fert 1,5-mal so viel Ener­gie wie ein Li­ter Su­per Ben­zin. Die Tank­rech­nung wird durch Bio-CNG nicht teu­rer, da es zum Preis von kon­ven­ti­o­nel­lem CNG an­ge­bo­ten wird. Von der CO2-Steu­er ist der er­neu­er­ba­re Kraft­stoff Bio-CNG be­freit. Am Groß­teil der CNG-Tank­stel­len in Deutsch­land kann es be­reits zu 100 Pro­zent kli­ma­neu­tral ge­tankt wer­den.

Hier fin­den Sie mit we­ni­gen Klicks he­raus, wie viel Geld Sie mit ei­nem mit CNG oder Bio­methan be­trie­be­nen Fahr­zeug ein­spa­ren kön­nen. Der Kraft­stoff­rech­ner be­rück­sich­tigt da­bei, dass die Kraft­stoff­prei­se für CNG, an­ders als bei Ben­zin oder Die­sel, in Ki­lo­gramm be­rech­net wer­den.

Kraft­stoff wäh­len: Un­ter "Kraft­stoff­ver­gleich" kön­nen Sie auf der lin­ken Sei­te den Kraft­stoff – Ben­zin oder Die­sel – wäh­len, den Sie mit CNG ver­glei­chen möch­ten.

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CNG

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CNG-Fahrzeug
Ersparnis
Kraftstoffkosten pro 100 km
Es werden die Kraftstoffkosten pro 100 Kilometer zwischen beiden gewählten Kraftstoffarten verglichen. Die Differenz wird als Ersparnis ausgewiesen.
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Kfz-Steuer pro Jahr
Es wird die Kfz-Steuer anhand der von Ihnen gemachten Angaben ausgewiesen und für beide Kraftstoffarten miteinander verglichen. Die Differenz wird als Ersparnis ausgegeben.
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Betriebskosten pro Jahr
Die Summe aus Kraftstoffkosten und Kfz-Steuer ergibt die jährlichen Betriebskosten.
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Die Summe aus Kraftstoffkosten und Kfz-Steuer ergibt die Betriebskosten für die angegebene Nutzungsdauer.
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Die Summe aus Betriebskosten und Neuwagenpreis ergibt die Gesamtkosten für die angegebene Nutzungsdauer.
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Amortisation
Gibt an, nach wie vielen Jahren sich die Zusatzkosten für das CNG-Fahrzeug amortisiert haben.
nach etwa 1 Jahr.{{ amortization }} Jahren.

CNG und Bio-CNG sind saubere Alternativen, die auch in Umweltzonen fahren dürfen

In Sa­chen Kom­fort und Leis­tung ste­hen CNG-Au­tos den her­kömm­li­chen Fahr­zeu­gen nicht nach. Es gibt zahl­rei­che Mo­del­le zur Aus­wahl und auch das Tank­stel­len­netz ist bun­des­weit flä­chen­de­ckend. CNG-An­trie­be wei­sen im Ver­gleich zu kon­ven­ti­o­nel­len Ben­zin- oder Die­sel­fahr­zeu­gen ähn­li­che Leis­tungs­wer­te auf und bie­ten oft ei­ne ver­gleich­ba­re Reich­wei­te. Gleich­zei­tig gibt es wei­te­re Vor­tei­le: Vie­le wis­sen bis­her nicht, dass sie mit CNG-Au­tos im­mer öf­ter auch ei­nen An­teil Bio­kraft­stoff tan­ken. Mehr als die Hälf­te der CNG-Tank­stel­len bie­tet die Mög­lich­keit, rei­nes Bio­methan zu tan­ken.

Bio­gas ist ei­ne er­neu­er­ba­re Ener­gie, die aus bio­lo­gi­scher Rest­mas­se und Ener­gie­pflan­zen ge­won­nen wird. Da bei der Her­stel­lung nicht mehr schäd­li­ches Koh­len­di­oxid ent­steht, als die Pflan­zen im Wachs­tum zu­vor durch Pho­to­syn­the­se um­ge­wan­delt ha­ben, ist der Ener­gie­trä­ger na­he­zu kli­ma­neu­tral. Da­mit leis­tet Bio­gas ei­nen gro­ßen Bei­trag zur Ver­rin­ge­rung der CO2-Emis­si­o­nen. Auf­be­rei­tet zu Bio­methan weist es die iden­ti­sche Be­schaf­fen­heit wie Erd­gas auf und kann in be­lie­bi­ger Men­ge in das Gas-Netz ge­lei­tet und auch dort ge­spei­chert wer­den. Durch die Kom­pa­ti­bi­li­tät mit der vor­han­de­nen In­fra­struk­tur kann Bio-CNG auch in den be­ste­hen­den CNG-Tank­stel­len ge­nutzt wer­den. Ei­ne schnel­le und kos­ten­güns­ti­ge In­te­gra­ti­on des Bio­kraft­stof­fes in den Kraft­stoff­markt ist al­so mög­lich.

CNG steht für Compressed Natural Gas und heißt nichts an­de­res als kom­pri­mier­tes Erd­gas. Durch die Ver­dich­tung auf 200 bar kann ge­nü­gend Ener­gie im Fahr­zeug ge­spei­chert wer­den, um Reich­wei­ten ana­log zu Ben­zin­fahr­zeu­gen zu er­hal­ten. Die Kom­pri­mie­rung er­folgt an den CNG-Tank­stel­len, wo es durch ei­nen Über­druck in den Fahr­zeug­tank strömt.

Erd­gas ist ein Na­tur­pro­dukt. Es um­fasst al­le gas­för­mi­gen Koh­len­was­ser­stoff­ver­bin­dun­gen, die aus der Er­de stam­men und brenn­bar sind. Erd­gas be­steht aus min­des­tens 85 Vo­lu­men­pro­zent Methan so­wie bis zu zehn Pro­zent Stick­stoff und Koh­len­di­oxid. Den Rest bil­den lang­ket­ti­ge Al­ka­ne wie Ethan, Pro­pan und Bu­tan. Erd­gas ge­hört eben­so wie Erd­öl und Koh­le zu den na­tür­lich brenn­ba­ren or­ga­ni­schen Roh­stof­fen.

CNG kann zu 100 Pro­zent durch neue Ga­se wie auf­be­rei­te­tes Bio­gas, so­ge­nann­tes Bio­methan, sub­sti­tu­iert wer­den. Da­durch kann die so­wie­so schon gu­te Um­welt­bi­lanz noch wei­ter ver­bes­sert wer­den: Laut dena sin­ken bei ei­nem 100-pro­zen­ti­gen Ein­satz von Bio-CNG die CO2-Emis­si­o­nen bis zu 100 Pro­zent ge­gen­über Ben­zi­nern. Schon heu­te wird an über der Hälf­te der CNG-Tank­stel­len rei­nes Bio-CNG an­ge­bo­ten.

CNG und Bio­gas sind sau­be­re Al­ter­na­ti­ven, die auch in Um­welt­zo­nen fah­ren dür­fen. Gas­be­trie­be­ne Au­tos zeich­nen sich durch ei­nen sehr nie­dri­gen CO2-Aus­stoß und ge­rin­ge Ge­räusch­emis­si­o­nen aus. Das schont die Um­welt und sorgt vor al­lem in Bal­lungs­ge­bie­ten für bes­se­re Luft und we­ni­ger Stra­ßen­lärm. Ak­tu­el­le CNG-Fahr­zeu­ge er­rei­chen oh­ne auf­wen­di­ge Ab­gas-Nach­be­hand­lungs­tech­no­lo­gien die Euro 6 Ab­gas­norm.

Der CNG-Pkw-An­trieb ist ei­ne aus­ge­reif­te An­triebs­tech­no­lo­gie, wel­che wäh­rend der 2010er Jah­re von meh­re­ren Her­stel­lern als Se­rie an­ge­bo­ten wur­de. Da­run­ter zähl­ten ne­ben den Mar­ken des Volks­wa­gen-Kon­zerns (VW, Audi, Sko­da und Seat), Fiat, Mer­ce­des-Benz und Opel. Nach ei­nem stei­len Be­stands­an­stieg und Tank­stel­len­zu­wachs in den 2000er Jah­ren, stag­niert der Be­stand seit 2011 bis heu­te bei rund 100.000 Gas­-Fahr­zeu­gen bei kon­stan­ten Neu­zu­las­sungs­zah­len. Bei den Pkw und leich­ten Nutz­fahr­zeu­gen hat sich ei­ne klei­ne, aber kon­stan­te Markt­ni­sche ge­bil­det. Die Fahr­zeug­her­stel­ler ha­ben ihr An­ge­bot bis zur Kom­pakt­klas­se und den Utilities so­wie den leich­ten Nutz­fahr­zeu­gen bis 3,5 t (4,25 t) aus­ge­rich­tet. Das OEM-An­ge­bot hat sich ent­spre­chend aus­ge­rich­tet, in der sich Kun­den aus Kos­ten- und Um­welt­grün­den be­wusst für die­se An­triebs­alter­na­ti­ve in fol­gen­den Seg­men­ten ent­schei­den: Mi­nis, Klein- und Kom­pakt­wa­gen, Utilities und leich­te Nutz­fahr­zeu­ge.

Der An­teil von CNG-Fahr­zeugen am Kraft­stoff­mix be­trägt le­dig­lich 0,3 Pro­zent. Das liegt da­ran, dass die Vor­züge von CNG-be­trie­be­nen Fahr­zeu­gen nur wenig be­kannt sind. Die Fahr­zeu­ge sind sau­ber, lei­se und vor al­lem ist das Tan­ken deut­lich güns­ti­ger. 2017 hat der Staat die För­de­rung von CNG als Kraft­stoff ver­län­gert und da­mit gu­te Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne po­si­ti­ve Markt­ent­wick­lung ge­schaf­fen. Durch den aus­schließ­li­chen po­li­ti­schen Fo­kus und der um­fas­sen­den me­di­a­len Be­richt­er­stat­tung zur Elek­tro­mo­bi­li­tät wird den Ver­brau­chen­den je­doch sug­ge­riert, dass dies die ein­zi­ge An­triebs­al­ter­na­ti­ve der Zu­kunft sei und die Markt­ent­wick­lung in gro­ßen Schrit­ten vor­an­schrei­tet. Bei­des ist nicht der Fall.

Zu­dem ist die euro­pä­i­sche Ge­setz­ge­bung aus­schlag­ge­bend da­für, dass die Her­stel­ler Ihr CNG-An­ge­bot nicht ak­tiv ver­mark­ten. Die eu­ro­pa­po­li­ti­sche Ent­schei­dung im Ap­ril 2019 zu den Ab­gas­vor­schrif­ten gibt vor, dass Pkw-Her­stel­ler für Ih­re durch­schnitt­li­chen CO2-Flot­ten­zie­le nur an den di­rek­ten Fahr­zeug­emis­si­o­nen (tank-to-wheel) ge­mes­sen wer­den. Dies führt da­zu, dass strom­­be­­trie­be­ne Fahr­zeu­ge un­ab­hän­gig vom Strom­mix mit 0 g CO2/km in der Flot­ten­bi­lanz be­rück­sich­tigt wer­den, je­doch na­he­zu kli­ma­neu­tra­les Gas wie kon­ven­ti­o­nel­les Erd­gas be­han­delt wird und da­her Gas­-Fahr­zeu­ge nur un­zu­rei­chend auf die CO2-Flot­ten­zie­le der Fahr­zeug­her­stel­ler ein­zah­len. Im Jahr 2020 galt ein Ziel­wert von 95 g CO2/km für Pkw und 147 g CO2/km für leich­te Nutz­fahr­zeu­ge. Bis 2025 ist laut der EU-Ver­ord­nung 2019/631 ei­ne wei­te­re Re­duk­ti­on um 15 % ge­gen­über 2021 vor­ge­se­hen, bis 2030 bis 37,5 % bzw. 31 % bei leich­ten Nutz­fahr­zeu­gen.

Im Ge­gen­satz zu den Pkw und leich­ten Nutz­fahr­zeu­gen wur­de Mit­te 2019 durch die Ver­ord­nung 2019/1242 erst­mals ei­ne eu­ro­pä­i­sche Re­ge­lung ver­ab­schie­det, die CO2-Flot­ten­ziel­wer­te für Lkw fest­legt, die ab 2025 bzw. 2030 in zwei Stu­fen gilt. Bis 2025 um durch­schnitt­lich 15 Pro­zent we­ni­ger im Ver­gleich zu heu­te – und bis 2030 um 31 %. Den Her­stel­lern dro­hen zu­künf­tig ho­he Mil­li­ar­den­stra­fen durch Ver­feh­lung der ge­nan­nten CO2-Grenz­wer­te.

Ob­wohl die fahr­zeug­spe­zi­fi­schen CO2-Emis­si­o­nen kon­ti­nu­ier­lich sin­ken, leis­tet der Stra­ßen­ver­kehr bis heu­te kei­nen nen­nens­wer­ten CO2-Ein­spa­rungs­bei­trag – aus fol­gen­den Grün­den:

  • Kon­ti­nu­ier­li­cher Fahr­zeug-Be­stands­zu­wachs, ins­be­son­de­re bei den Nutz­fahr­zeu­gen
  • Trend zu ver­brauchs­in­ten­si­ven und mar­gen­träch­ti­gen SUV (größ­tes Pkw-Fahr­zeug-Seg­ment bei den Neu­zu­las­sun­gen mit ei­nem An­teil von mehr als 20 %)
  • Trend weg vom Die­sel, hin zu CO2-in­ten­si­ve­ren Ben­zi­nern und Plug-in Hy­bri­den
  • Um­stel­lung auf den re­a­li­täts­nä­he­ren WLTP-Prüf­zyk­lus im Jahr 2021 ver­ur­sach­te rein me­tho­disch ca. 20 Pro­zent hö­he­re CO2-Emis­si­o­nen

Die Po­li­tik und Um­welt­ver­bän­de mei­den bis­her die Be­rück­sich­ti­gung nach­hal­ti­ger Bio- und Syn­thetik­kraft­stof­fe, um hier­durch den Zu­wachs des fa­vo­ri­sier­ten Elek­tro­an­triebs nicht durch kos­ten­güns­ti­ge und aus­ge­reif­te Al­ter­na­ti­ven für den Ver­bren­nungs­mo­tor zu unter­wan­dern.

Flexibilität des Einsatzes

Erd­gas und Bio­methan als Kraft­stof­fe sind in kom­pri­mier­ter oder ver­flüs­sig­ter Form in ver­schie­de­nen Ver­kehrs­be­rei­chen ein­setz­bar: im Stra­ßen­ver­kehr, im Schwer­last­trans­port oder im Schiffs­ver­kehr. Die Pers­pek­ti­ven für CNG und Bio-CNG als al­ter­na­ti­ve Kraft­stof­fe sind viel­ver­spre­chend und bie­ten gro­ßes Po­ten­zi­al für die Zu­kunft der Mo­bi­li­tät. Die kon­ti­nu­ier­li­che Ver­bes­se­rung der Tech­no­lo­gie, der Aus­bau der In­fra­struk­tur, die För­de­rung von For­schung und Ent­wick­lung so­wie die stei­gen­de ge­sell­schaft­li­che und po­li­ti­sche Nach­fra­ge nach nach­hal­ti­ger Mo­bi­li­tät wer­den den Ein­satz von CNG und Bio-CNG wei­ter vo­ran­trei­ben. Die­se al­ter­na­ti­ven Kraft­stof­fe ha­ben das Po­ten­zi­al, ei­ne be­deu­ten­de Rol­le in ei­ner sau­be­ren, emis­si­ons­frei­en Zu­kunft der Mo­bi­li­tät zu spie­len.

THG-Quoten-Handel mit biogenen Gasen

Un­ter­neh­men, die in Deutsch­land CO2-emit­tie­ren­de Kraft­stof­fe wie Die­sel und Ben­zin ver­kau­fen, sind ver­pflich­tet, die ent­ste­hen­den Treib­haus­gas­-Emis­si­o­nen aus­zu­glei­chen. Dies ge­schieht durch die Bei­mi­schung von kli­ma­scho­nen­den al­ter­na­ti­ven Kraft­stof­fen, die ge­rin­ge bis kei­ne kli­ma­schäd­li­chen CO2-Emis­si­o­nen ver­ur­sa­chen. Die ge­naue Men­ge der Bei­mi­schung wird durch die Treib­haus­gas­min­de­rungs­quo­te (THG-Quo­te) re­gu­liert. Die­se Quo­te legt ei­nen fest­ge­schrie­be­nen Pro­zent­satz fest. Die­ser steigt Jahr für Jahr und dient da­zu, die CO2-Emis­si­o­nen al­ler von dem Un­ter­neh­men ver­kauf­ten Kraft­stof­fe zu sen­ken. Zur Er­fül­lung der THG-Quo­te kön­nen Un­ter­neh­men ent­we­der ih­re CO2-Emis­si­o­nen selbst sen­ken oder Quo­ten­men­gen von Drit­ten er­wer­ben.

Bio­methan bie­tet ei­ne Mög­lich­keit zur Er­fül­lung der THG-Quo­te bei­zu­tra­gen. Aus Wirt­schafts­dün­ger her­ge­stell­tem Bio­methan kommt ei­ne be­son­de­re Be­deu­tung zu, hier spielt der "Gül­le­bo­nus" ei­ne ent­schei­den­de Rol­le: Es wird als fort­schritt­li­cher Bio­kraft­stoff klas­si­fi­ziert. Ab 2030 liegt die Un­ter­quo­te für fort­schritt­li­che Bio­kraft­stof­fe bei 2,6 Pro­zent. Im THG-Quo­ten-Han­del wer­den in den kom­men­den Jah­ren Wirt­schafts­dün­ger und fort­schritt­li­che Rest­stof­fe dop­pelt an­ge­rech­net. Das be­deu­tet, dass sie ei­nen hö­he­ren THG-Wert im Ver­gleich zu nach­wach­sen­den Roh­stof­fen er­hal­ten. Als fort­schritt­li­cher Bio­kraft­stoff klas­si­fi­zier­tes Biom­ethan wird dann die bes­ten Er­lös­mög­lich­kei­ten bie­ten.

Mit der Im­ple­men­tie­rung der RED II (Renewable Energy Directive II) und der Um­set­zung in na­ti­o­na­les Recht durch die Bio­kraft­stoff-Nach­hal­tig­keits­ver­ord­nung (BioKraft-NachV) so­wie An­pas­sun­gen des Bun­des­im­mis­si­ons­schutz­ge­set­zes (BImSchG) er­öff­nen sich auch für Bio­methan-Lie­fe­ran­ten neue Mög­lich­kei­ten zur Teil­nah­me an der Treib­haus­gas­min­de­rungs­quo­te im Ver­kehrs­sek­tor. Die­se Re­ge­lun­gen und Ent­wick­lun­gen bie­ten so­mit lang­fris­tig wirt­schaft­li­che Chan­cen für Bio­methan-An­la­gen und stär­ken die Rol­le von Bio­methan als nach­hal­ti­gen Kraft­stoff.

Expertenthema

Bio-CNG tanken

Wir zei­gen Ih­nen wie und wo Sie CNG und Bio-CNG als al­ter­na­ti­ve Kraft­stof­fe in Deutsch­land tan­ken kön­nen.

LNG im Tank

Ver­flüs­sig­tes Erd­gas sorgt im Ver­tei­ler- und Fern­ver­kehr für ho­he Reich­wei­ten so­wie für ge­rin­ge­re Emis­si­o­nen.

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