Umweltschutz durch Gas-Kraftstoffe?

Kann man beim Tanken mit Erdgas-Kraftstoffen aktiv Umweltschutz betreiben? Erdgas-Autos zeichnen sich durch einen sehr niedrigen CO2-Ausstoß und geringe Geräuschemissionen aus. Das schont die Umwelt und sorgt vor allem in Ballungsgebieten für bessere Luft und weniger Straßenlärm. Die Erdgas-Fahrzeuge der neuen Generation erreichen ohne aufwendige Abgas-Nachbehandlungstechnologien die Euro 6 Abgasnorm.

Erdgas und Biogas sind saubere Alternativen, die auch in Umweltzonen fahren dürfen

Auch bei der künftigen Ausweitung der Umweltzonen in stark belasteten Gebieten und der Einführung einer neuen blauen Plakette fahren Erdgas-Autos mühelos vorweg.

Die Anhebung der Abgasnormen führt nicht zuletzt dazu, dass Erdgas-Fahrzeuge sich im Anschaffungspreis den konventionell betriebenen Kfz anpassen. Die Attraktivität von Erdgas betriebenen Fahrzeugen steigt und auch das Angebot an Modellen ist deutlich größer geworden. In Sachen Komfort und Leistung stehen Erdgas-Autos den herkömmlichen Fahrzeugen nicht nach. Es gibt zahlreiche Modelle zur Auswahl und auch das Tankstellennetz ist bundesweit flächendeckend. Gleichzeitig gibt es weitere Vorteile: Viele wissen bisher nicht, dass sie mit CNG-Autos immer öfter auch einen Anteil Biogas, sogenanntes Bio-Erdgas tanken. Mehr als die Hälfte der CNG-Tankstelle bietet die Möglichkeit, reines Biogas zu tanken.

Welche ökologischen Vorteile hat ein Erdgas-Fahrzeug?

Der Ausstoß von Stickoxiden und Partikel-Emissionen wird beim Einsatz des Kraftstoffs Erdgas nahezu vollständig vermieden. Der Ausstoß von Stickoxiden ist im Vergleich zum Dieselfahrzeug rund 96 Prozent niedriger. Die Kohlendioxid-Emissionen sind zudem bei Erdgas-Fahrzeugen im Vergleich zu Benzinern bis zu 25 Prozent geringer. Im Vergleich zu modernen Benzin-Direkteinspritzern fallen die Feinstaubemissionen bei Erdgas um 99 Prozent geringer aus. Die "weichere" Verbrennung von Erdgas vermindert zudem das Motorengeräusch um bis zu 50 Prozent.

Eine Übersicht aller Verbrauchs- und Emissionswerte der für Deutschland zugelassenen Fahrzeuge als PDF-Datei finden Sie zum Download beim Kraftfahrt-Bundesamt.

Warum eine Mineralölsteuer-Begünstigung des Kraftstoffes Erdgas bis 2026?

1995 erfolgte eine Mineralölsteuer-Begünstigung bis 2009 für Erd- und Flüssiggas als Kraftstoffe, um verkehrsbedingte Emissionen zu mindern. Diese wurde mit einer Reihe von Modellprojekten des Bundes-Umweltministeriums flankiert, in denen Erd- und Flüssiggas-Antrieb gleichberechtigt gefördert wurden. Die Automobil-Industrie hat sich angesichts erheblicher Kosten für gasbetriebene Serienfahrzeuge auf den Erdgas-Antrieb konzentriert, da das CO2-Einsparungspotenzial größer ist und Synergien mit regenerativem Biogas möglich sind. Das Energiesteuergesetz griff diesen Trend im Juni 2017 auf und gibt der Fahrzeugindustrie durch die Festschreibung eines günstigen Energiesteuersatzes für Erdgas als Kraftstoff bis Ende 2026 die notwendige Investitionssicherheit für weitere Entwicklungsanstrengungen.

Damit wird die Dekarbonisierung des Verkehrs und die Marktdurchdringung von Erdgas-Fahrzeugen, die von vielen namhaften Herstellern angeboten werden, weiter vorangetrieben. Für LPG wird die Energiesteuer-Vergünstigung nicht über den gleichen Zeitraum fortgeführt. Diese endet bereits 2022.

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