Pressemitteilung, 31. Aug 2021, 09:51

Der Wärmemarkt wächst: Gasheizungen bleiben die beliebteste Heiztechnologie

  • Gesamtmarkt wuchs im ersten Halbjahr um 26 Prozent
  • Wachstum beruht zur Hälfte auf dem Absatz von Gaswärmeerzeugern
  • Kehler: „Die Bundesbürger investieren stark in klimafreundliche Heizsysteme. Die positiven Effekte werden sich im nächsten Jahr in der CO2-Bilanz des Gebäudesektors zeigen.“

Berlin, 30. August 2021. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden 320.000 neue Gasheizungen verbaut. Das geht aus den jüngsten Zahlen des Bundesverbands der deutschen Heizungsindustrie (BDH) hervor. Damit hat sich der Absatz von Gaswärmeerzeugern im zurückliegenden Halbjahr nach dem Rekordjahr 2020 nun noch einmal um 18 Prozent erhöht. Insgesamt legte der Markt in den ersten sechs Monaten 2021 um 26 Prozent zu auf 459.000 Geräte.

Rund 70 Prozent der im ersten Halbjahr in Deutschland verbauten Heizungen waren sogenannte Gaswärmeerzeuger, also vorrangig Brennwertthermen. Somit bleiben Gasheizungen die beliebtesten Wärmeerzeuger für deutsche Eigentümer. Gas versorgt in Deutschland aktuell rund die Hälfte aller Haushalte zuverlässig und bezahlbar mit klimaschonender Wärme.

Zur positiven Marktentwicklung sagt Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft Gas: „Die deutschen Verbraucher vertrauen auch angesichts des zu Jahresanfang eingeführten CO2-Preises auf effiziente und moderne Gasheizungen. Da die meisten neuen Geräte heute schon für einen künftigen Betrieb mit bis zu 20 % Wasserstoff vorbereitet sind, ist das eine Investition in die Zukunft.“ Das hat auch die von Zukunft Gas in Auftrag gegebene Studie „Klimaneutral Wohnen“ gezeigt: Gas wird auch künftig einer der wichtigsten Energieträger im Heizungsmarkt sein – in dekarbonisierter Form wie Biogas oder Wasserstoff.

Den erneut steigenden Absatz von 21.000 Öl-Heizungen (plus 17 Prozent) beobachtet Kehler mit Sorge: „Es wird höchste Zeit, Öl im Gebäudesektor vollständig abzulösen: Ölheizungen beheizen leider noch immer etwa ein Viertel des deutschen Gebäudebestands. Dabei könnte durch die Modernisierung eines alten Öl-Niedertemperaturkessels mit einer modernen Gasheizung der CO2-Ausstoß pro Einfamilienhaus um bis zu fünf Tonnen verringert werden. Ein wichtiger Schritt also, um die dringend benötigten CO2-Einsparungen im Gebäudebereich schnell und effektiv zu realisieren.“

Die höchsten Steigerungsraten verzeichnen Systeme, die mit Holz Wärme erzeugen (plus 99 Prozent) und strombasierte Wärmepumpen (plus 48 Prozent). Kehler: „Erste positive Effekte der hohen Nachfrage nach alternativen Wärmeerzeugern, vor allem aber nach Gasheizungen werden sich im nächsten Jahr in der CO2 Bilanz des Gebäudesektors zeigen.

Deshalb muss die staatliche Förderung unbedingt weiter verstetigt werden.“ Die Zahlen zeigen auch deutlich, dass an Gasheizungen kein Weg vorbeiführt. Knapp 120.000 holz- beziehungsweise strombasierten Heizsystemen stehen mehr als 320.000 Gasheizungen gegenüber. Kehler: „Insbesondere im Bestand erlaubt Gas günstig, effektiv und klimaschonend zu heizen. Langfristig wird dies sogar klimaneutral gelingen - durch zunehmende Einspeisung von grünem Gas wie etwa Biogas oder durch Wasserstoff. Bezahlbarer, zuverlässiger und schneller Klimaschutz – Mit Gas geht’s.“

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