Wasserstoff:

Wofür kann er verwendet werden?

Damit die Energiewende gelingt, müssen die schwankenden erneuerbaren Energie speicherbar werden. Und genau das kann Wasserstoff. Das Gas ist das perfekte Speichermedium für die erneuerbaren Energien. Durch die Einspeisung von Wasserstoff in das über 540.000 km lange Gasnetz und die Speicherung in den 47 Gasspeichern in Deutschland, gelangt so Ökostrom als erneuerbares Gas zu den Verbrauchern und kann zum Heizen, zur Stromherstellung und als Kraftstoff im Auto verwendet werden.

Wasserstoff: Schlüssel zur Sektorkopplung

Die Sektorenkopplung ist ein wichtiger Schritt zur Dekarbonisierung des bestehenden Energiesystems. Dafür wird ein Energieträger benötigt, der sich im großen Maße aus Ökostrom herstellen lässt. Wasserstoff ist dafür hervorragend geeignet. Dieser ist in allen Sektoren nutzbar und kann einfach und flexibel gespeichert werden. Die bestehende Gas-Infrastruktur kann die Verbindung zwischen allen Sektoren darstellen und ist die Basis für die Dekarbonisierung aller Sektoren.

Wasserstoff für die Mobilität der Zukunft

Gerade für längere Strecken mit dem Pkw, im öffentlichen Personennahverkehr oder für den Gütertransport sind wasserstoffbetriebene Fahrzeuge die sinnvolle Alternative zur Elektromobilität. Auch wenn die Anzahl der schweren Nutzfahrzeuge im Vergleich zu Pkw sehr gering ist, so tragen sie doch zur Hälfte der Emissionen im Straßengüterverkehr bei. Das Einsparpotenzial an CO2 ist durch die Verwendung von Wasserstoff entsprechend hoch.

Und auch im Schienenverkehr bietet sich Wasserstoff an. Rund 40 Prozent des deutschen Schienennetzes sind nicht elektrifiziert. Anstelle von Diesel kann hier künftig sauberer Wasserstoff verwendet werden.

Plattform H2 kommunal: Netzwerk für Wasserstoff in Kommunen

Plattform für kommunale Wasserstofferzeugung

Mit H2 kommunal gibt es eine Plattform, die regionalen Akteuren beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft eine starke Stimme gibt. Das Netzwerk bietet regionalen Energieversorgern und Stadtwerken Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung von kommunalen Wasserstoffprojekten.

Wasserstoff für eine CO2-freie Industrie

Wasserstoff wird bereits seit vielen Jahren in industriellen und technischen Prozessen eingesetzt. So wird H2 beispielsweise als Kühlmittel in Kraftwerken verwendet. Gerade die energieintensive Industrie bietet ein großes Potenzial, durch die Verwendung von Wasserstoff CO2 einzusparen. Häufig ist dort der Einsatz von erneuerbaren Energien z. B. über Wärmepumpen aufgrund des hohen Temperaturniveaus nicht möglich.

Der Einsatz von Wasserstoff in der Stahl- und der chemischen Industrie weist ein besonders hohes CO2-Minderungspotenzial auf. Die ersten Pilotprojekte zur Dekarbonisierung der industriellen Stahlproduktion laufen bereits und sind vielversprechend. 

Wasserstoff für Zuhause

Die CO2-Emissionen im Gebäudesektor wurden in den vergangenen Jahren bereits reduziert. Um das Klimaziel zu erreichen, müssen jedoch weiterhin große Anstrengungen unternommen werden. Die Brennstoffzelle ermöglicht das Heizen und die Warmwasserversorgung mit Wasserstoff für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Zusätzlich produziert die Brennstoffzelle auch Strom, sodass auch die Stromversorgung klimaschonend stattfindet. Darüber hinaus entwickeln die Heizgerätehersteller H2-ready-Heizungssysteme, die dazu im Stande sein werden, mit bis zu 100 Prozent Wasserstoff betrieben zu werden. Schon heute können moderne Gas-Heizungen 10 bis 20 Prozent Wasserstoffbeimischung problemlos verarbeiten.