Wasserstoff:

Wofür kann er verwendet werden?

Der gas­för­mi­ge Ener­gie­trä­ger Was­ser­stoff wird schon heu­te zum gro­ßen Teil in der In­dus­trie ein­ge­setzt. Da er auch na­he­zu kli­ma­neu­tral her­ge­stellt wer­den kann, kann der Ein­satz von Was­ser­stoff in al­len Be­rei­chen zur De­kar­bo­ni­sie­rung bei­tra­gen: Strom­er­zeu­gung, Wär­me­ver­sor­gung oder als al­ter­na­ti­ver Kraft­stoff in der Mo­bi­li­tät. Das Gas kann zu­dem dank der be­reits be­ste­hen­den Gas­in­fra­struk­tur ge­spei­chert wer­den. So­mit ist Was­ser­stoff die per­fek­te Er­gän­zung zu den vo­la­ti­len er­neu­er­ba­ren Ener­gien.

Wasserstoff: Schlüssel zur Sektorkopplung

Die Sek­to­ren­kopp­lung ist ein wich­ti­ger Schritt zur De­kar­bo­ni­sie­rung des be­ste­hen­den Ener­gie­sys­tems. Da­für wird ein Ener­gie­trä­ger be­nö­tigt, der sich im gro­ßen Ma­ße aus Öko­strom her­stel­len lässt. Was­ser­stoff ist da­für her­vor­ra­gend ge­eig­net. Die­ser ist in al­len Sek­to­ren nutz­bar und kann ein­fach und fle­xi­bel ge­spei­chert wer­den. Die be­ste­hen­de Gas-In­fra­struk­tur kann die Ver­bin­dung zwi­schen al­len Sek­to­ren dar­stel­len und ist die Ba­sis für die De­kar­bo­ni­sie­rung al­ler Sek­to­ren.

Was­ser­stoff für ei­ne CO2-freie In­dus­trie

Was­ser­stoff wird be­reits seit vie­len Jah­ren in in­dus­tri­el­len und tech­ni­schen Pro­zes­sen ein­ge­setzt. So wird H2 bei­spiels­wei­se als Kühl­mit­tel in Kraft­wer­ken ver­wen­det. Ge­ra­de die ener­gie­in­ten­si­ve In­dus­trie bie­tet ein gro­ßes Po­ten­zi­al, durch die Ver­wen­dung von Was­ser­stoff CO2 ein­zu­spa­ren. Denn ener­gie­in­ten­si­ve Pro­zes­se kön­nen oft­mals nicht oder nur schwer elek­tri­fi­ziert wer­den.

Der Ein­satz von Was­ser­stoff in der Stahl- und der che­mi­schen In­dus­trie weist ein be­son­ders ho­hes CO2-Min­de­rungs­po­ten­zi­al auf. Die ers­ten Pi­lot­pro­jek­te zur De­kar­bo­ni­sie­rung der in­dus­tri­el­len Stahl­pro­duk­ti­on lau­fen be­reits und sind viel­ver­spre­chend.

Wasserstoff für Zuhause

Die CO2-Emis­si­o­nen im Ge­bäu­de­sek­tor wur­den in den ver­gan­ge­nen Jah­ren be­reits re­du­ziert. Um das Kli­ma­ziel zu er­rei­chen, müs­sen je­doch wei­ter­hin gro­ße An­stren­gun­gen un­ter­nom­men wer­den. Der Ein­satz von Was­ser­stoff im Wär­me­markt ist viel­ver­spre­chend: Rund 50 Pro­zent der Deut­schen und 1,8 Mil­li­o­nen Ge­wer­be­be­trie­be hei­zen mit Gas. Mo­der­ne Gas-Hei­zun­gen kön­nen künf­tig mit 100 Pro­zent Was­ser­stoff be­trie­ben wer­den. Die Heiz­ge­rä­te­her­stel­ler ha­ben sich be­reits da­zu ver­pflich­tet Brenn­wert­ge­rä­te, die ab 2025 auf den Markt ge­lan­gen, für die ein­fa­che Was­ser­stoff-Um­rüs­tung aus­zu­stat­ten.

Wasserstoff für die Stromerzeugung

Auch für die Strom­er­zeu­gung spielt Was­ser­stoff ei­ne wich­ti­ge Rol­le: Denn Gas-Kraft­wer­ke sind das ver­läss­li­che Back-Up für die vo­la­ti­len Er­neu­er­ba­ren. Wenn der Wind nicht scheint und die Son­ne nicht weht, wer­den Gas-Kraft­wer­ke in Zu­kunft un­se­re Strom­ver­sor­gung si­chern. Sie sind be­reits heu­te kli­ma­freund­li­cher als Koh­le­kraft­wer­ke. Zu­dem kön­nen sie in Zu­kunft mit Was­ser­stoff be­trie­ben wer­den – neue Gas-Kraft­wer­ke wer­den be­reits H2-ready ge­baut.

Wasserstoff für die Mobilität der Zukunft

Ge­ra­de für län­ge­re Stre­cken mit dem Pkw, im öf­fent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr oder für den Gü­ter­trans­port sind was­ser­stoff­be­trie­be­ne Fahr­zeu­ge die sinn­vol­le Al­ter­na­ti­ve zur Elek­tro­mo­bi­li­tät. Au­tos, die rei­nen Was­ser­stoff tan­ken, wan­deln die­sen in Strom um. Brenn­stoff­zel­len-Fahr­zeu­ge zäh­len al­so zu den Elek­tro­au­tos. Im Ge­gen­satz zu ei­nem Elek­tro-Fahr­zeug wird der Strom aber nicht mit­ge­führt, son­dern di­rekt im Fahr­zeug er­zeugt und in ei­ner Bat­te­rie ge­spei­chert.

Erzeugung von Wasserstoff

Was­ser­stoff kann auf un­ter­schied­li­chen We­gen her­ge­stellt wer­den. Aus­gangs­stof­fe sind Roh­stof­fe wie Was­ser, Erd­gas oder Bio­mas­se und Ener­gie, die zu­ge­führt wer­den. Ak­tu­ell wird Was­ser­stoff in der Re­gel aus Erd­gas her­ge­stellt. Da­bei ent­steht CO2, das bis­wei­len in die At­mo­sphä­re ge­langt. Al­ler­dings gibt es auch We­ge, auf de­nen der gas­för­mi­ge Ener­gie­trä­ger na­he­zu kli­ma­neu­tral her­ge­stellt wer­den kann. Je nach Er­zeu­gungs­art trägt Was­ser­stoff un­ter­schied­li­che Na­men: blau­er, tür­ki­ser oder grü­ner Was­ser­stoff.

Plattform H2 kommunal: Netzwerk für Wasserstoff in Kommunen

Plattform für kommunale Wasserstofferzeugung

Mit H2 kom­mu­nal gibt es ei­ne Platt­form, die re­gi­o­na­len Ak­teu­ren beim Auf­bau der Was­ser­stoff­wirt­schaft ei­ne star­ke Stim­me gibt. Das Netz­werk bie­tet re­gi­o­na­len Ener­gie­ver­sor­gern und Stadt­wer­ken Un­ter­stüt­zung bei der Ent­wick­lung und Um­set­zung von kom­mu­na­len Was­ser­stoff­pro­jek­ten.

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