Wasserstoff:

Wofür kann er verwendet werden?

Da­mit die Ener­gie­wen­de ge­lingt, müs­sen die schwan­ken­den er­neu­er­ba­ren Ener­gien spei­cher­bar wer­den. Und ge­nau das kann Was­ser­stoff. Das Gas ist das per­fek­te Spei­cher­me­di­um für die er­neu­er­ba­ren Ener­gien. Durch die Ein­spei­sung von Was­ser­stoff in das über 540.000 km lan­ge Gas­netz und die Spei­che­rung in den 47 Gas­spei­chern in Deutsch­land, ge­langt so Öko­strom als er­neu­er­ba­res Gas zu den Ver­brau­cher:in­nen und kann zum Hei­zen, zur Strom­her­stel­lung und als Kraft­stoff im Au­to ver­wen­det wer­den.

Wasserstoff: Schlüssel zur Sektorkopplung

Die Sek­to­ren­kopp­lung ist ein wich­ti­ger Schritt zur De­kar­bo­ni­sie­rung des be­ste­hen­den Ener­gie­sys­tems. Da­für wird ein Ener­gie­trä­ger be­nö­tigt, der sich im gro­ßen Ma­ße aus Öko­strom her­stel­len lässt. Was­ser­stoff ist da­für her­vor­ra­gend ge­eig­net. Die­ser ist in al­len Sek­to­ren nutz­bar und kann ein­fach und fle­xi­bel ge­spei­chert wer­den. Die be­ste­hen­de Gas-In­fra­struk­tur kann die Ver­bin­dung zwi­schen al­len Sek­to­ren dar­stel­len und ist die Ba­sis für die De­kar­bo­ni­sie­rung al­ler Sek­to­ren.

Wasserstoff für die Mobilität der Zukunft

Gerade für längere Strecken mit dem Pkw, im öffentlichen Personennahverkehr oder für den Gütertransport sind wasserstoffbetriebene Fahrzeuge die sinnvolle Alternative zur Elektromobilität. Autos, die reinen Wasserstoff tanken, wandeln diesen in Strom um. Brennstoffzellen-Fahrzeuge zählen also zu den Elektroautos. Im Gegensatz zu einem Elektro-Fahrzeug wird der Strom aber nicht mitgeführt, sondern direkt im Fahrzeug erzeugt und in einer Batterie gespeichert.

Plattform H2 kommunal: Netzwerk für Wasserstoff in Kommunen

Plattform für kommunale Wasserstofferzeugung

Mit H2 kom­mu­nal gibt es ei­ne Platt­form, die re­gi­o­na­len Ak­teu­ren beim Auf­bau der Was­ser­stoff­wirt­schaft ei­ne star­ke Stim­me gibt. Das Netz­werk bie­tet re­gi­o­na­len Ener­gie­ver­sor­gern und Stadt­wer­ken Un­ter­stüt­zung bei der Ent­wick­lung und Um­set­zung von kom­mu­na­len Was­ser­stoff­pro­jek­ten.

Branchennews 16. August 2022

Studie: Wettbewerbsfähigkeit von H2ready-Gasturbinen in emissionsfreien Energiesystemen

Zur Meldung

Was­ser­stoff für ei­ne CO2-freie In­dus­trie

Was­ser­stoff wird be­reits seit vie­len Jah­ren in in­dus­tri­el­len und tech­ni­schen Pro­zes­sen ein­ge­setzt. So wird H2 bei­spiels­wei­se als Kühl­mit­tel in Kraft­wer­ken ver­wen­det. Ge­ra­de die ener­gie­in­ten­si­ve In­dus­trie bie­tet ein gro­ßes Po­ten­zi­al, durch die Ver­wen­dung von Was­ser­stoff CO2 ein­zu­spa­ren. Denn energieintensive Prozesse können oftmals nicht oder nur schwer elektrifiziert werden.

Der Einsatz von Wasserstoff in der Stahl- und der chemischen Industrie weist ein besonders hohes CO2-Minderungspotenzial auf. Die ersten Pilotprojekte zur Dekarbonisierung der industriellen Stahlproduktion laufen bereits und sind vielversprechend.

Wasserstoff für Zuhause

Die CO2-Emis­si­o­nen im Ge­bäu­de­sek­tor wur­den in den ver­gan­ge­nen Jah­ren be­reits re­du­ziert. Um das Kli­ma­ziel zu er­rei­chen, müs­sen je­doch wei­ter­hin gro­ße An­stren­gun­gen un­ter­nom­men wer­den. Der Einsatz von Wasserstoff im Wärmemarkt ist vielversprechend: Rund 50 Prozent der Deutschen und 1,8 Millionen Gewerbebetriebe heizen mit Gas. Moderne Gas-Heizungen können künftig mit 100 Prozent Wasserstoff betrieben werden. Die Heizgerätehersteller haben sich bereits dazu verpflichtet Brennwertgeräte, die ab 2025 auf den Markt gelangen, für die einfache Wasserstoff-Umrüstung auszustatten.

Wasserstoff auch für die Stromerzeugung

Auch für die Stromerzeugung spiel Wasserstoff eine wichtige Rolle: Denn Gas-Kraftwerke sind das verlässliche Back-Up für die volatilen Erneuerbaren. Wenn der Wind nicht scheint und die Sonne nicht weht, werden Gas-Kraftwerke in Zukunft unsere Stromversorgung sichern. Sie sind bereits heute klimafreundlicher als Kohlekraftwerke. Zudem können sie in Zukunft mit Wasserstoff betrieben werden – neue Gas-Kraftwerke werden bereits H2-ready gebaut.