Pressemitteilung, 15. Okt 2021

Timm Kehler: Koalitionäre setzen die richtigen Prioritäten bei ihren Gesprächen

Berlin, 15. Oktober 2021. SPD, Grüne und FDP wollen in Koalitionsverhandlungen eintreten und haben zum Abschluss ihrer Sondierungsgespräche ein Ergebnispapier vorgelegt. Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Gas, äußerte sich positiv sowohl über das Tempo der Verhandlungen als auch über die ersten Ergebnisse, die als Rahmen für die weiteren Verhandlungen dienen sollen:

„Das Ergebnispapier von SPD, Grünen und FDP zeugt zum einen von einer Aufbruchstimmung, zum anderen aber auch vom Bemühen, diese Dynamik in konkrete Projekte münden zu lassen. Insbesondere beim Klimaschutz brauchen wir diesen Impuls, um die Umsetzung konkreter Maßnahmen voranzubringen. Wir sehen daher erste richtige Schritte, aber auch noch viel Arbeit vor den künftigen Koalitionären.

Sehr positiv sehen wir, dass Gaskraftwerke in Zukunft neben den erneuerbaren Energien eine zentrale Rolle spielen und dass die neue Bundesregierung früher aus der Kohleverstromung aussteigen will. Ein rascher Wechsel von Kohle und Öl zu Gas bringt echte CO2-Einsparungen, schnell und sozial verträglich. Moderne Gaskraftwerke stoßen rund 65 Prozent weniger CO2aus als Braunkohlekraftwerke. Sie können aber vor allem den notwendigen Ausbau der Erneuerbaren absichern und gewährleisten eine sichere Versorgung, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Explizit erwähnen SPD, Grüne und FDP den Bedarf neuer Gaskraftwerke. Mit der Forderung, dass diese auf klimaneutrale Gase (H2-ready) umgestellt werden können, ebnen die künftigen Koalitionäre den Weg in die Wasserstoff-Zukunft. In diesem Zusammenhang spricht sich die deutsche Gaswirtschaft für eine zukunftsweisende Regulierung von Gas- und künftigen Wasserstoffnetzen aus. Nur so kann zuverlässig Wasserstoff für künftige Gaskraftwerke bereitgestellt werden.

Ausdrücklich begrüßt die deutsche Gaswirtschaft auch den Willen, ein Klimaschutz-Sofortprogramm auf den Weg zu bringen und das Thema Energiemarktdesign anzupacken. Der aktuelle Energy-Only-Markt sieht lediglich die Vergütung von produzierter Energie vor, nicht jedoch das Vorhalten von Leistung als Back-Up, wie wir es für die Energiewende brauchen. Daher fordern wir, dass in den weiteren Koalitionsverhandlungen ein Kapazitätsmarkt geschaffen wird.

Wir sind gespannt auf die anstehenden Koalitionsgespräche und blicken der kommenden Zusammenarbeit beim Klimaschutz optimistisch entgegen.“

Zukunft Gas ist der Bran­chen­ver­band der deut­schen Gas-Wirt­schaft. Er bün­delt die In­te­res­sen der Mit­glie­der und tritt ge­gen­über Öf­fent­lich­keit, Po­li­tik und Ver­brau­cher:innen auf. Ge­mein­sam mit den Mit­glieds­un­ter­neh­men setzt sich der Ver­band da­für ein, dass die Po­ten­zi­a­le des Ener­gie­trä­gers so­wie der be­ste­hen­den Gas­in­fra­struk­tur ge­nutzt wer­de, und in­for­miert über die Chan­cen und Mög­lich­kei­ten, die Erd­gas und grü­nes Gas wie Was­ser­stoff und Bio­gas für un­se­re Ge­sell­schaft bie­ten. Ge­tra­gen wird der Ver­band von füh­ren­den Un­ter­neh­men der Gas-Wirt­schaft. Wei­te­re Bran­chen­ver­bän­de und die Heiz­ge­rä­te­in­dus­trie un­ter­stüt­zen Zukunft Gas als Part­ner.

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