Pressemitteilung, 3. Sep 2019, 09:32

Strommix im Sommer: Erdgas und Erneuerbare steigern Anteile


  • Auslastung der Gaskraftwerke noch immer auf niedrigem Niveau
  • Fuel Switch von Kohle zu Gas bleibt ohne Auswirkungen auf den Strompreis
  • Kehler: „Die Politik muss die Empfehlungen der Kohlekommission vom Februar endlich in Taten umsetzen.“


Berlin, 3. September 2019. Die Bedeutung der deutschen Gaskraftwerke für eine emissionsarme Stromerzeugung wächst. Von Juni bis August hat die Flotte 13,5 Terawattstunden Strom erzeugt, wie Zahlen des Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) zeigen. Unter allen Energieträgern verzeichnen Gaskraftwerke damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den größten Zuwachs. Ihre durchschnittliche Auslastung ist im gleichen Zeitraum auf knapp über 20 Prozent gestiegen.

Zulegen konnten auch die erneuerbaren Energien. Gemeinsam mit Erdgas erzeugten Windräder, Wasserkraftwerke, Photovoltaik- und Biomasseanlagen von Juni bis August 2019 insgesamt 68,7 Terawattstunden Strom – und produzierten damit fast 60 Prozent des deutschen Stroms. Deutlich weniger Strom als im Sommer 2018 erzeugten hingegen Kohlekraftwerke. Mit 23,2 Terawattstunden ist die Produktion der Braunkohlekraftwerke um über 32 Prozent gesunken. Steinkohlekraftwerke mussten Einbußen von über 47 Prozent hinnehmen.

Die Verschiebungen im Strommix sind unter anderem auf den höheren CO2-Zertifikatepreis zurückzuführen. Lag dieser im Juli 2018 noch bei rund 15 Euro pro Tonne, war er ein Jahr später zeitweise auf einen Spitzenwert von 29 Euro geklettert. Ineffiziente Kohlekraftwerke wurden so aus dem Markt gedrängt, während emissionsarme Gaskraftwerke profitierten. Die niedrigen Gaspreise begünstigten diesen Effekt zusätzlich. Gleichzeitig blieb der Börsenstrompreis mit 40 Euro pro Megawattstunde sogar auf einem niedrigeren Niveau als im Jahr zuvor.

„Die vielen Unkenrufe der Kritiker haben sich offensichtlich nicht bewahrheitet. Der Markt hat den Einstieg in den Ausstieg aus der Braunkohle bereits eingeleitet – und ohne Auswirkungen auf den Strompreis verkraftet. Nun liegt es an der Politik, weitere Maßnahmen auf den Weg zu bringen und die Empfehlungen der Kohlekommission vom Februar endlich in Taten umzusetzen. Der Gaskraftwerkspark steht bereit, um den Kohleausstieg kosteneffizient abzufedern“, sagt Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS.

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