Pressemitteilung, 10. Jun 2020, 13:04

Kehler zur Verabschiedung der Nationalen Wasserstoffstrategie

  • Kehler: „Die Wasserstoffstrategie ist ein Meilenstein der deutschen Energiepolitik. Mit der Gasinfrastruktur ist bereits das Fundament für eine erfolgreiche Wasserstoffzukunft gelegt. Richtig umgesetzt, kann die Strategie Deutschland zum europäischen Wasserstoff-Drehkreuz machen.“

 

  • Aktueller Plan greift bei der Erzeugung von Wasserstoff zu kurz

Berlin, 10. Juni 2020. Mit einem halben Jahr Verspätung hat die Bundesregierung heute die Nationale Wasserstoffstrategie beschlossen. Der Energieträger gilt als unverzichtbar, um die Klimaziele zu erreichen. Den Beschluss kommentiert Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS:

„Die Wasserstoffstrategie markiert einen Wendepunkt der deutschen Energiepolitik. Sie zeigt, dass sich die Bundesregierung von der Utopie der ‚Vollelektrifizierung‘ verabschiedet und stattdessen einen realistischen Zukunftsweg einschlägt. Wasserstoff bietet Wirtschaftszweigen, die sich nur schwer elektrifizieren lassen, bezahlbaren Klimaschutz.

Aber auch im Wärmesektor wird der Energieträger den Klimaschutz voranbringen. Wir begrüßen daher ausdrücklich, dass die Bundesregierung den Blick auch auf diesen wichtigen Markt lenkt. So soll künftig der Einsatz von wasserstofffähigen Heizgeräten unterstützt werden. Auch die Förderung der Brennstoffzellenheizung, eine Schlüsseltechnologie der Energiewende, soll ausgebaut werden. Damit erhalten die rund 20 Millionen Gaskunden in Deutschland eine Perspektive selbst an der Energiewende mitzuwirken.

An einer entscheidenden Stelle – der Erzeugung von Wasserstoff – greift der Plan jedoch zu kurz. Hier fokussiert sich die Politik ausschließlich auf ‚grünen‘ Wasserstoff. Neben der Elektrolyse können aber auch Technologien genutzt werden, die aus Erdgas CO2-neutral Wasserstoff herstellen. Nur durch einen technologieoffenen Ansatz lassen sich die großen Mengen Wasserstoff, die wir zukünftig benötigen werden, zum besten Preis erzeugen. Wir hoffen daher, dass diese fahrlässige Verengung auf eine Erzeugungsroute noch korrigiert wird. Andernfalls droht Deutschland bei der Wasserstoffherstellung den Anschluss zu verlieren.

Mit der Gasinfrastruktur ist bereits das Fundament für eine erfolgreiche Wasserstoffzukunft gelegt. Richtig umgesetzt, kann die Strategie Deutschland zum europäischen Wasserstoff-Drehkreuz machen. Nun fängt die Arbeit erst richtig an. Die Gasbranche steht bereit, um gemeinsam mit der Politik sowie alten und neuen Energiepartnern einen internationalen Markt für Wasserstoff aufzubauen.“

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