Energiesparen mit der neuen Heizungspumpe

Ei­ne Hei­zung ver­braucht Strom, auch wenn sie nicht mit Strom be­trie­ben wird. Bis zu 10 Pro­zent des jähr­li­chen Strom­ver­brauchs im Haus kön­nen durch die Hei­zungs­pum­pe ver­ur­sacht wer­den. Der Aus­tausch ge­gen ei­ne Hoch­ef­fi­zienz­pum­pe lohnt sich al­so.

Warum sollte man die Heizungspumpe austauschen?

Ei­ne al­te Hei­zungs­pum­pe ist ein ver­steck­ter Strom­fres­ser, da die­se meist nicht ge­re­gelt und so­mit nicht auf den tat­säch­li­chen Heiz­be­darf an­ge­passt wer­den kann. Sie ar­bei­tet stets mit vol­ler Leis­tung (bis zu 60 Watt). Ei­ne al­te Hei­zungs­pum­pe kann so­mit mehr Strom­kos­ten als der Kühl­schrank pro­du­zie­ren. Rund die Hälf­te al­ler Hei­zungs­pum­pen in Deutsch­land las­sen sich nicht re­geln und ar­bei­ten so­mit in­ef­fi­zient.

Hier steckt ein ge­wal­ti­ges Ein­spar­po­ten­zi­al: zum Ener­gie­spa­ren und zum Kos­ten spa­ren. Spä­tes­tens um das Op­ti­mum aus ei­nem hy­drau­li­schen Ab­gleich he­raus­zu­ho­len, ist der Tausch der al­ten Hei­zungs­pum­pe (Hei­zungs­um­wälz­pum­pe oder Warm­was­ser-Zir­ku­la­ti­ons­pum­pe) in ei­ne mo­der­ne und re­gel­ba­re Hoch­ef­fi­zienz­pum­pe un­um­gäng­lich.

Tausch der al­ten Hei­zungs­pum­pe lohnt sich

Ei­ne al­te Hei­zungs­pum­pe kann jähr­lich mehr Strom ver­brau­chen als Wasch­ma­schi­ne und Kühl­schrank zu­sam­men (Bsp.: Strom­preis von 30,22 ct/kWh, Quel­le: www.co2online.de). Mit stei­gen­den Strom­prei­sen, steigt auch die Er­spar­nis.

Was ist der Vorteil von Hocheffizienzpumpen?

Hei­zungs­pum­pen sor­gen für die Zir­ku­la­ti­on des Hei­zungs­was­sers in der Hei­zungs­an­la­ge und so­mit für die Wär­me­ver­tei­lung. Hoch­ef­fi­zienz­pum­pen er­le­di­gen die­se Auf­ga­be mit mo­derns­ter Mo­to­ren­tech­nik und elek­tri­scher Re­ge­lung. Sie pas­sen ih­re Leis­tung au­to­ma­tisch an den Wär­me­be­darf an und kom­men mit ei­ner ge­rin­ge­ren Leis­tung (4 Watt im Ein- und Zwei­fa­mi­lien­haus) aus. So wird der Strom­ver­brauch ge­gen­über ei­ner al­ten Hei­zungs­pum­pe deut­lich re­du­ziert. Die Ge­fahr ei­ner Über­di­men­si­o­nie­rung be­steht nicht, da die Hei­zungs­pum­pe ih­re Leis­tung an den ak­tu­el­len Wär­me­be­darf an­pas­sen kann.

Stromverbrauch einer Heizungspumpe

Der Ener­gie-Ef­fi­zienz-In­dex (EEI) dient als zen­tra­le Orien­tie­rungs­grö­ße für den Strom­ver­brauch ei­ner Hei­zungs­pum­pe und darf ma­xi­mal 0,27 be­tra­gen. Der EEI ist auf der Ver­pa­ckung, dem Ty­pen­schild und in der tech­ni­schen Be­schrei­bung der Hoch­ef­fi­zienz­pum­pe ver­merkt. Seit 2013 dür­fen in der EU laut Öko­de­sign-EuR/ErP-Richt­li­nie nur noch strom­spa­ren­de Hoch­ef­fi­zienz­pum­pen auf den Markt ge­bracht und ver­baut wer­den.

Expertenthema

Was kostet der Pumpentausch?

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Die Kos­ten für ei­ne neue Hei­zungs­pum­pe lie­gen – je nach Mon­ta­ge­auf­wand und Heiz­sys­tem – bei 350 bis 400 € in­klu­si­ve Mon­ta­ge. Durch die jähr­li­chen Ein­spa­run­gen an Strom­kos­ten ha­ben sich die In­ves­ti­ti­ons­kos­ten nach et­wa drei Jah­ren (ab­hän­gig vom Strom­preis) amor­ti­siert. Noch mehr Ener­gie spart die Hei­zung, wenn der Pum­pen­tausch mit ei­nem hy­drau­li­schen Ab­gleich kom­bi­niert wird. Die Le­bens­dau­er ei­ner Hoch­ef­fi­zienz­pum­pe liegt bei ca. 15 Jah­ren.

Da mo­der­ne Hoch­ef­fi­zienz­pum­pen deut­lich we­ni­ger Strom ver­brau­chen als al­te Hei­zungs­pum­pen und da­durch auch CO2 ein­spa­ren, för­dert das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um den Pum­pen­tausch über das Pro­gramm "Bun­des­för­de­rung für ef­fi­zien­te Ge­bäu­de" mit 20 Pro­zent der Net­to-In­ves­ti­ti­ons­kos­ten. Die för­der­fä­hi­gen Aus­ga­ben für ener­ge­ti­sche Sa­nie­rungs­maß­nah­men von Wohn­ge­bäu­den sind ge­de­ckelt auf 60.000 Eu­ro pro Wohn­ein­heit. Um die För­de­rung in An­spruch neh­men zu kön­nen, muss ei­ne Fach­hand­wer­ke­rin oder ein Fach­hand­wer­ker mit dem Aus­tausch der Hei­zungs­pum­pe be­auf­tragt wer­den. Vo­raus­set­zung ist die Durch­füh­rung ei­nes hy­drau­li­schen Ab­gleichs der Hei­zungs­an­la­gen. Soll­te der hy­drau­li­sche Ab­gleich aus tech­ni­schen Grün­den nicht mög­lich sein, muss zu­min­dest ein Hei­zungs­check nach DIN EN 15378 durch­ge­führt wer­den.