Von Öl zu Gas

Der Wechsel zahlt sich aus

In Deutschland werden noch etwa über 5,3 Millionen Wohngebäude mit Öl beheizt. Von diesen Öl-Heizungen sind weit über vier Millionen veraltet. Heizungen sollten grundsätzlich nach 20 Betriebsjahren ausgetauscht werden, da sie dann nicht mehr effizient arbeiten. Allerspätestens nach 30 Jahren muss die Heizung ausgetauscht werden. Doch es lohnt sich, möglichst früh über den Austausch und einen Wechsel zum emissionsarmen Energieträger Gas nachzudenken. Denn damit sichern Sie sich eine staatliche Förderung von bis zu 40 Prozent.

Gute Gründe für den Wechsel zu Gas

Gas-Heizungen sind der beliebteste Wärmeerzeuger in Deutschland. Und das nicht ohne Grund. Mit Gas betrieben Heizungen sind nicht zur extrem zuverlässig und kostengünstig, sie erzeugen auch deutlich weniger CO2 als Ölheizungen.

Mehr Klimaschutz: Eine moderne Gas-Heizung sorgt nicht nur sicher für Wärme und Warmwasser, sondern stößt auch 34 Prozent weniger CO2 aus als eine alte Öl-Heizung. Durch die Kombination mit einer Solarthermie-Anlage verringern sich die CO2-Emissionen noch weiter.

Geringere Energiekosten: Die höhere Effizienz der neuen Gas-Heizung im Vergleich zur alten Öl-Heizung spart Energie und damit Kosten. Mit dem Gaspreis könen Sie zudem gut planen, denn er ist im Vergleich zum Preis für Heizöl in den letzten Jahren stabil geblieben.

Mehr Komfort: Bundesweit ist Erdgas als leitungsgebundene Energie fast überall rund um die Uhr zuverlässig verfügbar. Das bedeutet: Die Kontrolle und aufwändige Nachbestellung der Heizenergie ist nicht nötig. Auch aufgrund ihrer komfortablen Handhabung gehören Gas-Heizungen zu den am häufigsten verkauften Wärmeerzeugern.

Wechsel von der alten Öl-Heizung zur innovativen Brennstoffzelle

Bis zu acht Tonnen weniger CO2/Jahr mit der Gas-Heizung

Die Gas-Brennwerttechnik ist die am häufigsten installierte Heizung in Deutschland. Neben der direkt aus Gas erzeugten Wärme nutzt die Brennwertheizung auch die Wärmeenergie aus dem Abgas. Somit wird die im Gas enthaltene Energie optimal ausgeschöpft. Günstige Verbrauchswerte und eine hohe Effizienz sind damit gewährleistet. Durch den Austausch eines alten Öl-Niedertemperaturkessels gegen eine moderne Gas-Brennwertanlage lässt sich der Energiebedarf eines Einfamilienhauses um rund 7.000 Kilowattstunden pro Jahr reduzieren – was ganz nebenbei den Ausstoß von rund fünf Tonnen CO2 verhindert.

Mit einer Brennstoffzellen wird das Klima sogar um acht Tonnen CO2 entlastet. Das innovative Gas-System verbrennt Erdgas nicht, sondern nutzt den darin enthaltenen Waserstoff. Durch die Reaktion mit Wasserstoff entstehen Strom und Wärme – höchteffizient, sparsam, leise und besonders klimaschonend.

Hohe staatliche Förderungen sichern

Der Staat unterstützt mit großzügigen Förderungen den Austausch veralteter Heizanlagen. Beim Wechsel von Öl zu Gas erhalten Sie eine zusätzliche Wechselprämie. Nutzen Sie die staatlichen Förderungen für eine neue Heizung – es lohnt sich.

Warmes Wasser und heizen mit der Sonne

Solarenergie sorgt nicht nur für Strom. Die Kraft der Sonne sorgt mittels Solarthermie auch für warmes Wasser oder für Heizwärme. Der große Vorteil: Die Sonnenenergie steht unbegrenzt zur Verfügung und ist kostenlos. Etwa zehn Prozent des Energiebedarfs eines Haushalts kann die Warmwasserbereitung ausmachen. Mit einer Solarthermie-Anlage zur Erwärmung des Wassers liefert die Sonne einen Großteil der dafür notwendigen Energie – kostenfrei. Vor allem im Sommer stehen so oft ausreichend solare Energie und damit warmes Wasser zum Baden, Duschen oder für die Waschmaschine zur Verfügung.

Austausch der alten Heizung

Da eine Gas-Brennwertheizung modulierend arbeitet und daher nur die Wärme produziert, die tatsächlich benötigt wird, passen eine Gas-Heizung und Solarthermie-Anlage ideal zueinander. Rund 900 Euro an Heizkosten bleiben so im Vergleich zum alten Öl-Niedertemperaturkessel jedes Jahr in der Haushaltskasse.

Mehr Ersparnis bei geringeren Investitionskosten geht mit der Kombination aus Gas-Brennwertheizung mit einer Solarthermie-Anlage, die nicht nur das Trinkwasser erwärmt, sondern auch die Heizung unterstützt.

Die Fördersystematik des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle definiert Solarthermie, die mindestens 25 Prozent des Heizbedarfs erzeugt, als Gas-Hybridheizung. Dafür gibt es 30 Prozent Förderung und zusätzlich noch eine Öl-Wechselprämie in Höhe von 10 Prozent. Vor allem in der Übergangszeit und im Sommer spielt diese Lösung ihre Stärken aus: Dann liefert die kostenfreie Sonnenenergie einen großen Teil der benötigten Wärme. Der verbleibende Energiebedarf wird über die sparsame Gas-Brennwertheizung erzeugt.

 

Für guts Klima

Erdgas ist der emissionsärmste unter den konventionellen Energieträgern und leistet einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduktion. Die Modernisierung der Heizungstechnik bietet ein riesiges Klimapotenzial – das belegen auch die Zahlen des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie. Durch den Einbau neuerGas-Brennwertheizungen ließen sich bis 2030 rund 47 Mio. Tonnen CO2 einsparen.

Auch in Zukunft sorgen moderne Gas-Heizungen dafür, dass die CO2-Emissionen weiter zurückgehen, unter anderem, weil der Energieträger Erdgas selbst immer klimaneutraler wird. Sukzessive steigt der Anteil an Wasserstoff, Biogas und synthetischem Gas im Versorgungsnetz. Dieses grüne Gas wird in Zukunft die Aufgabe von Erdgas übernehmen. Erdgas wird somit immer grüner und ermöglicht damit die Erreichung der Klimaziele.

Das Gasnetz hat dabei noch eine wertvolle Zusatzaufgabe – als Batterie der Energiewende: Denn grünes Gas wird aus Ökostrom hergestellt, der damit langfristig speicherbar und regelbar wird.