So läuft die Heizungsmodernisierung ab

Erdgas – Auf die Erfahrung anderer bauen

Auf der Suche nach einer effizienten neuen Hei­zung gibt es viele Ent­schei­dungs­kri­terien. Pro­fi­tieren Sie des­halb von den Er­fah­rungen an­derer Ver­brau­cher­in­nen und Ver­brau­chern, wenn es um Erdgas als Ener­gie­quel­le, um die beste Heiz­tech­nik sowie um den Ein­bau der neuen Hei­zung geht. In den Pra­xis­bei­spie­len er­fahren Sie, wie an­dere Haus­be­sitzer­in­nen und Haus­be­sitzer ihre Heizungs­an­lage er­neuert haben und wie effizient und kom­for­ta­bel sie da­durch heute heizen.

Familie Steidel und ihr erfolgreicher Heizungstausch

Familie Steidel hat sich in ihrem 150 m2 Ein­familien­haus für eine neue Brenn­stoff­zel­len­hei­zung ent­schie­den, die Wärme und Strom hoch­ef­fi­zient er­zeugt. Der Hei­zungs­tausch und auch die In­an­spruch­nahme der staat­lichen För­der­ungen ver­lie­fen un­kom­pli­ziert.

Familie Reil und die Geschichte von der Gas- und Solar-Heizung

Eine drei­köpfige Familie steigt in ihrem Alt­bau aus den drei­ßi­ger Jah­ren auf das gute Dop­pel aus Solar­ther­mie und Gas-Brenn­wert um. In­ner­halb von drei Ta­gen wurde das kom­pak­te Gas-Brenn­wert-Solar-System in­stal­liert und einige wei­tere not­wen­dige Ar­bei­ten durch­ge­führt. Der Film be­glei­tet Familie Reil von der Ent­schei­dung für eine neue Hei­zung über die In­stal­la­tions­ar­bei­ten bis hin zum ef­fi­zien­ten Fein­schliff.

Von Öl auf Gas umstellen geht ganz leicht

Moderne Gas-Heiztechnik

Auch für Mietimmobilien ein Gewinn

Ver­mie­terin Iris Düllmann ist auf Gas-Brenn­wert um­ge­stie­gen. Der Grund: Ge­gen­über ihrem ver­al­teten Kes­sel ver­spricht die­ses Sys­tem bis zu 30 Pro­zent we­ni­ger Ener­gie­kos­ten. "Neben der Er­spar­nis ist das neue Heiz­sys­tem zu­dem um­welt­scho­nend und macht meine Woh­nungen für die Ver­mie­tung we­sent­lich at­trak­ti­ver", sagt sie.

Das drei­ge­schos­sige und über 80 Jahre alte Mehr­fa­mi­lien­haus in länd­licher Um­ge­bung hat Iris Düllmann ge­erbt. Schnell war klar: An einer en­er­ge­tischen Sa­nie­rung führt kein Weg vor­bei. Sie begann mit dem Aus­tausch des 30 Jahre al­ten Heiz­sys­tems, ei­nem kom­bi­nier­ten Öl- und Holz­kessel. Solch eine In­ves­ti­tion scheu­en vie­le Ei­gen­tü­mer, je­den­falls so­lan­ge die An­la­ge, wie in die­sem Fall, noch funk­ti­o­niert. "Vie­le ver­ges­sen, dass die al­ten Hei­zun­gen bei wei­tem nicht so ef­fi­zient ar­bei­ten wie mo­der­ne", sagt Iris Düllmann. Der Aus­tausch er­fol­gte ge­ra­de recht­zei­tig vor der Heiz­sai­son. "Ein Gas-An­schluss war schon vor­han­den und spä­tes­tens, als mir auch Be­kann­te von ihren po­si­ti­ven Er­fah­rungen mit der Brenn­wert­ther­me er­zähl­ten, war die Sache für mich klar."

Sparsam, umweltschonend und effizient

Eine mo­der­ne Gas-Brenn­wert­hei­zung er­zielt Nut­zungs­gra­de von rund 98 Pro­zent. Nahezu die ge­sam­te in Erdgas ge­bun­dene Ener­gie wird zur Wär­me­er­zeu­gung ein­ge­setzt – eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung zur Heiz­kos­ten­er­spar­nis. Ab­hängig vom Typ des al­ten Kes­sels lässt sich mit einer neuen Brenn­wert­ther­me bis zu 30 Pro­zent Ener­gie ein­sparen.

Der Fachhandwerker berät zur besten Einstellung der neuen Heizung.

Beste Zukunftsaussichten

Ehepaar Hansen setzt auf Gas-Brennwert

Mehr als 30 Jahre hat­te die al­te Hei­zung der Hansens be­reits auf dem Bu­ckel. Nach­dem in den ver­gan­gen­en Jah­ren einige kost­spie­li­ge Re­pa­ra­tu­ren die Lebens­zeit mehr­mals ver­längert hat­ten, kam das end­gül­ti­ge Aus. Ehe­paar Hansen zö­ger­te nicht lan­ge: Sie ent­schie­den sich für eine mo­der­ne Hei­zungs­an­la­ge auf Ba­sis hoch­ef­fi­zien­ter Gas-Brenn­wert-Tech­no­lo­gie.

Heizungstausch innerhalb weniger Stunden

Der Hei­zungs­wech­sel ver­lief schnell und un­kom­pli­ziert. Der orts­an­säs­sige Hand­wer­ker Klaus-Dieter Försterling be­nö­tig­te nur sechs Stun­den, um den al­ten Gas-Kes­sel ge­gen die mo­der­ne Gas-Brenn­wert­hei­zung aus­zu­tau­schen. Am Tag da­rauf konnte die neue An­la­ge be­reits vol­lends ihren Be­trieb auf­neh­men. Der In­stal­la­teur gab den Hansens auch eine aus­führ­liche Ein­füh­rung in die Raf­fi­nes­sen ihrer neuen Hei­zung, bei der sämt­liche Funk­ti­o­nen über ein Dis­play ge­steu­ert wer­den. Die Steu­er­ung der Vor­lauf­tem­pe­ra­tur – also der Tem­pe­ra­tur des Hei­zungs­was­sers – er­folgt bei der neuen An­la­ge in Ab­hän­gig­keit von der Au­ßen­tem­pe­ra­tur, wel­che über einen Au­ßen­tem­pe­ra­tur­füh­ler ge­mes­sen wird.

Moderne Technik deutlich effizienter

Ge­ra­de in den letz­ten Jah­ren hat sich im Be­reich der Gas-Brenn­wert-Tech­no­lo­gie viel ge­tan. Wäh­rend bei al­ten An­la­gen noch viel Ener­gie durch den Schorn­stein ver­lo­ren geht, nut­zen neue hoch­mo­der­ne Brenn­wert­hei­zungen die ent­steh­ende Ab­wärme auch als Heiz­wärme. Auf diese Wei­se sind Ein­spa­rungen von bis zu 30 Pro­zent ge­gen­über Alt­ge­rä­ten mög­lich. Und auch zum Kli­ma­schutz trägt die neue Hei­zung bei, denn der CO2-Aus­stoß ge­gen­über Alt­ge­rä­ten sinkt eben­so um bis zu 30 Pro­zent.

Und plötzlich fiel die alte Heizung aus

Drau­ßen herr­schen Mi­nus­gra­de und plötz­lich fällt die Hei­zung aus. Ein Schre­ckens­sze­na­rio, aber kein Ein­zel­fall. Denn in vielen Pri­vat­häu­sern lau­fen heute Heiz­an­la­gen, die ihre Le­bens­er­war­tung längst über­schrit­ten ha­ben. Der Bun­des­ver­band der Deutschen Hei­zungs­in­dus­trie (BDH) spricht von 12 Mil­li­onen ver­al­teten Wär­me­er­zeu­gern (2021).

Einer, der einen Hei­zungs­aus­fall am eigenen Leib zu spüren be­kom­men hat, ist Rentner Klaus Glatthorn aus Oberursel. Im Januar 2017 streik­te über­raschend seine in die Jahre ge­kom­mene Hei­zung. Ein De­fekt an einem elek­tro­nischen Bau­teil hat­te die An­la­ge zum Still­stand ge­bracht. Auf­grund des Al­ters der Hei­zung war je­doch kein Er­satz­teil mehr vom Her­stel­ler zu be­kom­men. Die einzige Lö­sung: der Tausch des Heiz­kes­sels. Inner­halb von drei Ta­gen er­le­dig­te ein in der Nach­bar­schaft an­säs­siger Fach­be­trieb den Wechsel. "Dass ich wie­der eine Gas-Brenn­wert­an­la­ge neh­men wür­de, stand fest. Ich habe rund­um gu­te Er­fah­rungen mit Erdgas ge­macht. Es gab nie Ver­sor­gungs­eng­päs­se und der Preis stim­mte auch im­mer", er­zählt der Haus­ei­gen­tü­mer heu­te. Auch Thorsten Lieder, der Ge­schäfts­füh­rer der aus­füh­renden Firma Schell Wasser- und Ener­gie­tech­nik, ist von den Vor­teilen einer Gas-Brenn­wert­hei­zung über­zeugt: "Erdgas ver­brennt re­la­tiv sau­ber. Die Ge­rä­te sind sehr kom­pakt und so­wohl bei der An­schaf­fung als auch im Ver­brauch ver­gleichs­wei­se preis­wert."


Ener­giekos­ten run­ter

Die In­ves­ti­tion in die neue Heiz­tech­nik geht mit einer nicht zu un­ter­schät­zenden Ener­gie- und da­mit Kos­ten­ein­spa­rung ein­her. Für den selbst im Ruhe­stand noch als be­ra­ten­der Ingenieur tä­tigen Klaus Glatthorn war es eine Selbst­ver­ständ­lich­keit, zu über­prü­fen, wie hoch die Ein­spa­rung durch die mo­derne Tech­nik nun tat­säch­lich aus­fal­len wür­de. Des­halb führte er in den ersten Mo­na­ten nach der In­be­trieb­nahme der neuen An­la­ge Buch über seinen Ener­gie­ver­brauch. Das Er­geb­nis: Die neue Hei­zung ver­braucht 15 Pro­zent we­ni­ger Erdgas als die alte. Da­mit liegt sie nach An­sicht des Ener­gie­be­ra­ters Eric-Stephan Zeisler aus Berlin im oberen Be­reich des­sen, was mit dem al­lei­ni­gen Aus­tausch einer al­ten Gas-Hei­zung durch eine mo­der­ne Gas-Brenn­wert­hei­zung ohne zu­sätz­liche Op­ti­mierungs­maß­nah­men an Ein­spa­rungen mög­lich ist. "Tauscht man eine Öl­hei­zung ge­gen eine neue Gas-Brenn­wert-Anlage, sind so­gar Ein­spa­rungen von 30 Pro­zent drin", sagt er. Haus­hal­te kön­nen also ihre Heiz­kos­ten um rund ein Drit­tel re­du­zieren. Der Ein­bau rech­net sich dann et­wa nach sie­ben bis zehn Jah­ren. Oben­drein pro­fi­tiert auch noch die Um­welt, denn we­ni­ger Ener­gie­ver­brauch be­deu­tet auch we­ni­ger CO2-Aus­stoß.

Eine optimal eingestellte Heizung spart viel Energie.

Das Optimum herausholen

Po­ten­zial, Ener­gie ein­zu­spa­ren, liegt aber nicht nur im Hei­zungs­tausch selbst. Ne­ben klei­neren Op­ti­mierungs­maßvnahmen wie der Däm­mung von Rohr­lei­tungen oder ei­nem hy­drau­lischen Ab­gleich lohnt sich oft auch die Ein­bin­dung von er­neu­er­ba­ren Ener­gien in Form einer so­lar­ther­mischen An­la­ge. Mit­hil­fe der Son­nen­kol­lek­toren kann die Gra­tis­ener­gie der Son­ne zur Er­wär­mung von Brauch­was­ser und zur Hei­zungs­un­ter­stüt­zung ein­ge­setzt wer­den.

Eine zu­kunfts­fäh­ige und ef­fi­ziente Kom­bi­na­tion ist et­wa eine Gas-Brenn­wert­heizung mit Solar­ther­mie. Zu­dem wird das Gas-Netz durch Power-to-Gas im­mer mehr er­neu­er­ba­re Ener­gie ent­hal­ten.