Heizungsmodernisierung

Fragen und Antworten

Über die Hälfte der in Deutschland installierten Heizungen verbraucht zu viel Energie. Das macht sich in der Heizkostenabrechnung und im CO2-Ausstoß bemerkbar. Günstiger ist die Sanierung der Heizungsanlage. Neben dem geringeren Energieverbrauch sind die modernen Geräte komfortabler, lasse sich einfacher auf den Bedarf anpassen und arbeiten wesentlich sauberer. Wer über einen Gas-Anschluss verfügt, für den bieten sich gleich mehrere Möglichkeiten, effiziente Gas-Technologien einzusetzen, die auch regenerative Energien nutzen oder neben Wärme auch Strom erzeugen. Die Möglichkeiten der Heizungssanierung reichen von Gas-Brennwerttechnik über solarthermische Anlagen und Gas-Wärmepumpen bis zu Brennstoffzellen bzw. KWK-Anlagen.

Wann ist die Prüfung einer Heizungssanierung sinnvoll?

Hohe Heizkosten: Wenn die Kosten für Wärme und Warmwasser dauerhaft hoch sind, sollten unbedingt Maßnahmen ergriffen werden. Die Optimierung der bestehenden Heizungsanlage wie zum Beispiel ein hydraulischer Abgleich kann schon zu einer Verbesserung führen. Wenn die Optimierung nicht den gewünschten Erfolg bringt oder gar nicht möglich ist, sollte über die Sanierung der Heizung nachgedacht werden.

Auffällige Abgaswerte: Wenn durch den Schornsteinfeger zu hohe Abgaswerte gemessen werden, ist das oft ein klares Zeichen dafür, dass der Heizkessel ineffizient arbeitet. Die Prüfung und Wartung der Heizungsanlage ist Pflicht. Je nach Alter der Heizung lohnt sich die Investition in eine moderne und effizientere Anlagentechnik.

Warmer Heizungskeller: Wenn Heizungsanlagen ineffizient arbeiten, geht Wärme verloren. Herrschen im unbeheiztem Heizungskeller ungewohnt hohe Temperaturen, sollte die Effizienz der Anlage unbedingt überprüft werden. Auch ungedämmte Heizungsrohre sorgen für Wärmeverlust.

Alter der Heizung: Idealerweise wird eine Heizungsanlage nach 20 Jahren ausgetauscht, da die nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. Heizungen, die älter als 15 Jahre sind, werden seit 2016 mit dem Energielabel gekennzeichnet. So ist die Energieeffizienz der alten Heizung auch für Hausbesitzer schnell erkennbar. Grundsätzlich gibt es eine Austauschpflicht für mit Öl oder Gas betriebene Konstanttemperatur-Kessel, die älter als 30 Jahre sind, da diese als ineffizient gelten.

Regelmäßige Störungen: Wenn es immer wieder zu Störungen kommt und die Zuverlässigkeit der Wärmeversorgung leidet, ist es an der Zeit, sich über eine neu Heizung Gedanken zu machen. Neue Heizgeräte stehen für Zuverlässigkeit, ein geringer Wartungsbedarf sowie mehr Komfort.

Wo finde ich den richtigen Energieeffizienz-Experten?

Den richtigen Energieeffizienz-Experten für die Förderprogramme des Bundes:

  • Vor-Ort-Beratung (BAFA),
  • Energetische Fachplanung von KfW-Effizienzhäusern 40 und 55,
  • Baubegleitung von KfW-Effizienzhäusern 40 und 55,
  • KfW-Effizienzhaus Denkmal sowie alle Baudenkmale,

finden Sie in der Experten-Datenbank von www.energie-effizienz-experten.de.

Von Öl zu Gas

Der Wechsel von einer alten Öl- zu einer modernen Gas-Heizung lohnt sich für das Klima, für Ihren Geldbeutel und wird staatlich gefördert.

Handwerker finden

Installateur gesucht? Wir unterstützen Sie dabei, den passenden Handwerker zu finden, der Ihnen Ihre neue Heizung einbaut und wartet.

Fördermittel finden

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Modernisieren mit Gas-Brennwert + Solar

Durch die Kombination der Heizung mit Solarthermie erhöht sich die Effizienz der modernen Gas-Technologie noch weiter. Die Kraft der Sonne sorgt für warmes Wasser und kann auch die Heizung unterstützen. So sparen Sie Energie und Heizkosten.

Checkliste Gas-Brennwert & Solar

Vorab: Auch die beste Übersicht kann keinen Fachhandwerker ersetzen. Doch unsere Checkliste versetzt Sie als Modernisierer in die Lage, einzuschätzen, ob die Kombination von Erdgas und Solar für das geplante Sanierungsprojekt geeignet ist.

Optimal ist eine Südausrichtung des Daches. Die Dachschräge sollte davon maximal um zehn Grad abweichen und die Neigung zwischen 40 bis 45 Grad liegen. Eine Verschattung ist nicht sinnvoll. Auf Flachdächern können die Kollektoren, über Ständer in die richtige Position gebracht werden. Eine statische Überprüfung sollte in jedem Fall stattfinden.

Bei den Kollektoren haben Sie die Wahl zwischen Vakuumröhren- und Flachkollektoren. Letztere sind preiswerter, aber auch weniger effizient als Vakuumröhrenkollektoren.

Die Größe des Trinkwasserspeichers und der Kollektorfläche bestimmt sich nach dem Verbrauch des versorgten Haushalts. Solarthermie kann zur Warmwasserbereitung genutzt werden, aber auch zur zusätzlichen Heizungsunterstützung.

Je kürzer die Verbindung zwischen Kollektor und Warmwasserspeicher ausfällt, desto geringer sind die Energieverluste beim Transport der Solarenergie. Eine ideale Lösung ist zum Beispiel die Installation einer Gas-Heizung mit angeschlossenem solaren Trinkwasserspeicher im Dachgeschoss. So sind die Leitungswege kurz und auch die Abgasabführung lässt sich einfach durch das Dach ins Freie legen. Liegen Kollektoren und Speicher räumlich weiter auseinander (Dach – Keller), bietet sich die Mitnutzung bestehender Versorgungsschächte oder eines stillgelegten Kamins als Verbindung an.   

Solarwärme deckt bei deutschen Wetterbedingungen etwa 60 Prozent der Wärmebedarfs für die Warmwasserbereitung ab. Zusätzliche Heiztechnik, wie beispielsweise eine sparsame Gas-Heizung ist die perfekte Ergänzung u.a. für eine Altbausanierung.

Während Solarenergie kostengünstig und klimaneutral Wärme erzeugt, ist dies bei zusätzlichen Energieträgern nur bedingt der Fall. Erdgas ist eine gute Wahl: Es überzeugt durch einen niedrigen Preis, hohe Verfügbarkeit und geringen CO2-Ausstoß bei der Verbrennung. Bei der Verwendung von grünem Gas wie Biogas ist sogar eine vollständige Versorgung mit regenerativen Energien möglich.

Die Errichtung oder Erweiterung von Solarkollektoranlagen zur thermischen Nutzung wird durch das BAFA gefördert, wenn diese überwiegend der Warmwasserbereitung und/oder Raumheizung, der Kälteerzeugung oder der Zuführung der Wärme/Kälte in ein Wärme- oder Kältenetz dienen. Die Förderung für Neubau und Bestandsgebäude beträgt bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Zur exakten Ermittlung der Kollektorfläche steht Ihnen das Fachhandwerk zur Verfügung.

Auch eine Gas-Hybridheizung (Gas-Brennwert + Solar) wird mit bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten vom BAFA gefördert, wenn diese die Nutzung Erneuerbarer Energien über eine gemeinsame Steuer- und Regelungstechnik ermöglichen. Wird bei einer Heizungsmodernisierung gleichzeitig eine alte Ölheizung ausgetauscht, erhöht sich der Fördersatz auf 40 Prozent.

Wer zunächst eine Gas-Hybridheizung mit späterer Einbindung der erneuerbaren Wärmeerzeugung plant (Renewable Ready), erhält 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Renewable Ready bedeutet dabei, dass die neue Gas-Brennwertheizung bereits mit Speicher sowie Steuerungs- und Regelungstechnik für die spätere Einbindung eines erneuerbaren Wärmeerzeugers installiert wird.

Modernisieren mit Gas

Es lohnt sich über den Wechsel zu Gas nachzudenken: Moderne Gas-Technologien reduzieren den Energieverbrauch, sparen Energiekosten und entlasten das Klima. Darum gibt es auch staatliche Förderungen für den Einbau von Gas-Heizungen. In unserem Modernisierungskompass berechnen wir, wie groß die Einsparungen bei CO2, Energiekosten und Energieverbrauch ausfallen, wenn die alte Heizung gegen ein neues Heizungssystem ersetzt wird.

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