Klimaneutral wohnen

Herausforderung Wärmewende erfolgreich meistern

Die Bun­des­re­gie­rung setzt bei der Min­de­rung von CO2 in Wohn­ge­bäu­den im Gro­ßen und Gan­zen auf drei Säu­len: eine hö­he­re Ener­gie­ef­fi­zienz, die Ver­bes­se­rung der An­la­gen­tech­nik und den Ein­satz Er­neuer­ba­rer Ener­gien. Mit der Ver­bes­se­rung der Ge­bäu­de­ef­fi­zienz durch die ener­ge­ti­sche Sa­nie­rung der Ge­bäu­de­hül­le so­wie der In­te­gra­tion Er­neuer­ba­rer Ener­gien mit­tels elek­tri­scher Wär­me­er­zeu­ger ste­hen zwei Maß­nah­men für die De­kar­bo­ni­sie­rung des Wär­me­mark­tes be­son­ders im Fo­kus.

Klimaneutral Wohnen mit Gas-Heizungen ist möglich

Studie "Klimaneutral wohnen"

Mit der Stu­die "Kli­ma­neu­tral Woh­nen", rich­tet Zukunft Gas den Blick auf den Wohn­ge­bäu­de­sek­tor. Ba­sis­jahr für die Be­trach­tun­gen ist das Jahr 2020. Kon­kret wur­de die Fra­ge un­ter­sucht, wie Kli­ma­neu­tra­li­tät im deut­schen Wohn­ge­bäu­de­be­stand bis zum Jahr 2050 er­reicht wer­den kann.

Die vor­lie­gen­de Stu­die stellt keine Prog­no­se dar, son­dern be­schreibt ba­sie­rend auf einer com­pu­ter­ge­stütz­ten Si­mu­la­tion ein mög­li­ches Ent­wick­lungs­sze­na­rio für Kli­ma­schutz im Wohn­ge­bäu­de­be­reich. Un­ter Be­rück­sich­ti­gung des sehr he­te­ro­ge­nen Wohn­ge­bäu­de­be­stands in Deutsch­land und der fi­nan­zi­el­len Hand­lungs­spiel­räu­me der Ge­bäu­de­eigen­tü­mer wird mit die­ser Stu­die der Fra­ge nach­ge­gan­gen, wie das kli­ma­neu­tra­le Woh­nen bis zur Mit­te die­ses Jahr­hun­derts ge­lin­gen kann.

Herausforderung Wärmewende mit Gas erfolgreich meistern

Emis­sions­min­de­rung von knapp 4 Mio. Ton­nen CO2-Äqui­va­len­ten in 2021

Der Ge­bäu­de­sek­tor ist der viert­größ­te CO2-Emit­tent und hat im Jahr 2021 rund 115 Mio. Ton­nen CO2 aus­ge­sto­ßen. Die vor­ge­se­he­ne Jah­res­emis­sions­men­ge von 113 Mil­li­o­nen Ton­nen CO2 wur­de knapp ver­fehlt. Das CO2-Re­duk­tions­tem­po muss mit Blick auf die Ziel­mar­ke von 67 Mio. Ton­nen CO2 in 2030 deut­lich er­höht wer­den. Pro­ble­ma­tisch sind nicht so sehr die jähr­lich rund 100.000 Neu­bau­ten mit etwa 280.000 – 300.000 Wohn­ein­hei­ten, son­dern der deutsche Ge­bäu­de­be­stand mit über 40 Mil­li­o­nen Wohn­ein­hei­ten. Rund 70 Pro­zent al­ler deut­schen Wohn­ge­bäu­de wur­den ge­baut, be­vor die ers­te Wär­me­schutz­ver­ord­nung in Kraft ge­tre­ten ist. Das war im Jahr 1977.

Heterogenität des Gebäudebestands muss berücksichtigt werden

Der Wohn­ge­bäu­de­be­stand in Deutsch­land um­fasst rund 18 Mil­li­o­nen Ge­bäu­de un­ter­schied­li­cher Grö­ße, Bau­wei­se und Al­ters­klas­se mit einer brei­ten Streu­ung beim Ener­gie­be­darf. Den Ener­gie­be­darf dieser he­te­ro­ge­nen An­samm­lung zu sen­ken, in­dem die Ge­bäu­de schnellst­mög­lich bau­lich sa­niert wer­den, wä­re eine im­mens gro­ße Auf­ga­be:

  • 36 Pro­zent des Ge­bäu­de­be­stands sind un­sa­niert.
  • Nur 13 Pro­zent sind voll­sa­niert bzw. han­delt es sich um Neu­bau­ten.
  • Die Sa­nie­rungs­ra­te liegt bei rund 1 Pro­zent pro Jahr und lässt sich nicht ohne Wei­te­res stei­gern.


Die­ser Ge­bäu­de­viel­falt muss eine Viel­falt an Lö­sun­gen für eine hö­he­re Ener­gie­ef­fi­zienz und we­ni­ger CO2 ge­gen­über­ste­hen. Nur so kann der Wär­me­markt das Klima­ziel 2030 er­rei­chen.

Heute klimaschonend, morgen klimaneutral wohnen

Mehr als die Häl­fte der Hei­zun­gen in Deutsch­land ist ver­al­tet, da­mit in­ef­fi­zient und er­zeugt deut­lich mehr CO2 als nö­tig. In rund einem Vier­tel al­ler Haus­hal­te in Deutsch­land sind noch Öl-Hei­zun­gen im Ein­satz. Im Ge­bäu­de­sek­tor wer­den die Kli­ma­schutz­po­ten­zi­a­le bei wei­tem nicht aus­ge­schöpft. Durch den Aus­tausch al­ter Kes­sel ge­gen mo­der­ne Gas-Tech­no­lo­gien lie­ßen sich die­se Po­ten­zi­a­le schnell und be­zahl­bar he­ben. Mo­der­ne Gas-Hei­zun­gen sind H2-ready, be­reits heu­te kön­nen sie bis zu 20 Pro­zent Was­ser­stoff­bei­mi­schung pro­blem­los ver­ar­bei­ten. Durch die Ver­wend­ung von Bio­gas ist kli­ma­neu­tra­les Woh­nen schon heu­te mög­lich. 

Der heu­ti­ge Ener­gie­trä­ger Erd­gas wird in den kom­men­den Jah­ren und Jahr­zehn­ten durch grü­nes Gas er­setzt. Grü­nes Gas er­mög­licht die Ent­wick­lung des Wohn­ge­bäu­de­be­reichs hin zur Kli­ma­neu­tra­li­tät: einer­seits durch den wach­sen­den An­teil von Bio­gas, an­de­rer­seits durch den uni­ver­sell ein­setz­ba­ren Ener­gie­trä­ger Was­ser­stoff.

Wasserstoff

Was­ser­stoff gilt als der Ener­gie­trä­ger der Zu­kunft. Was macht ihn so be­son­ders und wo­für wird er ver­wen­det?

Synthetisches Gas

Syn­the­ti­sches Gas ist die Spei­cher­lö­sung für er­neu­er­ba­ren Strom, der nicht in das Netz ein­ge­speist wer­den kann.

Biogas

Mit er­neu­er­ba­ren Bio­gas ist be­reits schon kli­ma­neu­tra­les Hei­zen, ko­chen und auch Auto fah­ren mög­lich.