Höchste Energieeffizienz für weniger CO2

Energieeffizienz mit Gas
Quelle: Stadtwerke Düsseldorf

Dank seiner natürlichen Zusammensetzung verbrennt Erdgas emissionsarm. In Kombination mit modernster Technik bedeutet das höchste Effizienz – und niedrige Emissionen, ob Gas-Kraftwerk oder Brennstoffzellen-Heizung. Bis 2050 können diese vier Millionen Haushalte gleichzeitig mit Strom und Wärme versorgen.

30 Gigawatt – das ist eine Menge Energie. So viel beträgt die Gesamtleistung der in Deutschland installierten Gas-Kraftwerke. Im Schnitt verfügen diese Kraftwerke über einen Brennstoffnutzungsgrad von 60 Prozent. Gas-Kraftwerke sind aber nicht nur hocheffizient, sondern emittieren weniger als halb so viel CO2 wie Braunkohlemeiler. Dass es sich hierbei um Technik handelt, die auch in der Praxis überzeugt, beweist die Stadt Düsseldorf. Hier steht das modernste Gas- und Dampfturbinenkraftwerk der Welt mit einem Wirkungsgrad von 85 Prozent.

Energieeffizienz und hohe Wirkungsgrade gibt es aber auch in kompakter Form, nicht größer als ein Kühlschrank: Brennstoffzellenheizungen. Sie erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme dank dem Prinzip der kalten Verbrennung. Gesamtwirkungsgrade von über 90 Prozent sind hier keine Seltenheit. Eine moderne Brennstoffzellenheizung halbiert den CO2-Ausstoß und die Energiekosten – und lohnt sich also gleichermaßen für Verbraucher und Umwelt. Hier liegt ein wichtiger Hebel für mehr Effizienz und Klimaschutz. Doch ist solche Hightech im Heizungskeller nicht noch Zukunftsmusik? Keineswegs: Namhafte Hersteller setzen auf die Technologie. Der Kunde hat aktuell die Wahl zwischen neun verschiedenen Modellen und benötigt für die Umrüstung allein den Erdgas-Anschluss. Auch die Politik hat das Potenzial erkannt und fördert den Einbau von Brennstoffzellen großzügig.

Brennstoffzellen: Beste Chancen auf dem Wärmemarkt

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Höchst effizient

Grünes Gas als Input und Output

Ein Weg, kostengünstig und schnell CO2-Emissionen zu reduzieren, ist der vermehrte Einsatz von effizienten Gas-Kraftwerken. Sie gelten als die beste Ergänzung zu Erneuerbaren, doch derzeit können sie sich am Markt nicht behaupten. Ihr CO2-Vorteil wird nicht ausreichend belohnt, denn CO2-Zertifikate sind derzeit einfach zu billig. Grüner Gas-Strom kommt auch aus Biogas-Anlagen, die biogene Gase in Strom umwandeln.

Doch Gas-Kraftwerke sind nicht der einzige Einsatz von Gas im Stromsektor. Eine der vielversprechendsten Technologien ist das Power-to-Gas-Verfahren. Dabei wird Strom unter Zugabe von Wasser und CO2 in grünes Gas umgewandelt. Das wird immer dann interessant, wenn vorübergehend sehr viel Ökostrom erzeugt wird. Wenn die Sonne scheint und der Wind weht, wissen wir nämlich nicht wohin mit der grünen Energie. In Schleswig-Holstein gehen nennenswerte Teile des Windstroms verloren, gleichzeitig zahlten Stromkunden im vergangenen Jahr mehr als 400 Millionen Euro für nicht genutzten Ökostrom. Im Gas-Netz können wir diese Energie aufnehmen, speichern und bundesweit transportieren. In dieser hochinnovativen Technologie liegt der Schlüssel zur Lösung des Speicherproblems der Erneuerbaren: In grünes Gas verwandelt kann die Energie über Monate hinweg in den Speichern liegen und damit die starken saisonalen Schwankungen der regenerativen Stromerzeugung ausgleichen.

Erdgas hat außerdem den Vorteil, dass es bereits ein sehr gut ausgebautes Versorgungsnetz gibt. Damit kann die Energie zu allen Abnehmern verteilt werden und den viel zu schleppenden Ausbau der Stromtrassen erheblich entlasten. Dass das geht, ist längst erwiesen und kann an mehr als 20 Anlagen in Deutschland betrachtet werden. Dass es sinnvoll wäre, liegt auf der Hand. Was fehlt, sind die richtigen Rahmenbedingungen, um Power-to-Gas wirtschaftlich betreiben zu können.