Pressemitteilung, 24. Sep 2019, 05:55

Zwischenbilanz der „Raustauschwochen“: Bereits 15.000 Modernisierer setzen auf Gasheizungen

  • Heizungsmodernisierung bietet größten Klimaschutz zum kleinsten Preis
  • Moderne Gas-Brennwerttechnik senkt Energieverbrauch, Energiekosten und CO2-Emissionen um knapp 30 Prozent
  • Kehler: „Durch den Einsatz von Bio-Erdgas oder die Kombination mit Solarthermie heizen Hausbesitzer zunehmend grüner und damit zukunftssicher.“


Berlin, 24. September 2019. Anlässlich der heute stattfindenden Deutschen Wärmekonferenz zieht die Brancheninitiative Zukunft ERDGAS eine positive Zwischenbilanz ihrer Heizungsmodernisierungsaktion „Raustauschwochen“. Seit dem Start der Aktion im Jahr 2017 wurden bereits fast 15.000 veraltete Heizungsanlagen gegen effiziente Gasheizungen ausgetauscht. Die aktuelle Aktionsrunde läuft noch bis zum 31. Oktober 2019.

„Im Wärmemarkt wurden in den letzten Jahrzehnten große Anstrengungen unternommen, um die Emissionen zu senken. Heute ist er der einzige Sektor, der die Klimaziele für 2020 sogar übertrifft. Doch auf dieser Leistung dürfen wir uns nicht ausruhen. Mit dem Jahr 2030 steht bereits die nächste Klimazielmarke vor der Tür. Deshalb müssen wir das Tempo jetzt noch einmal deutlich anziehen, wenn wir die CO2-Emissionen bis dahin weiter reduzieren wollen. Mit den Tausenden im Rahmen der ‚Raustauschwochen‘ gewechselten Heizungen haben wir dafür einen ersten wichtigen Impuls gegeben“, erklärt Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS.

Sechs von zehn Heizungen in Deutschland sind technisch veraltet und emittieren unnötig viele Tonnen CO2. Dabei ließen sich durch den Austausch aller veralteten Geräte durch moderne Gas-Heiztechnik schlagartig mindestens 30 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Damit bietet die Heizungsmodernisierung im Vergleich zu anderen Gebäudesanierungsmaßnahmen höchsten Klimaschutz zum kleinsten Preis, wie eine Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) zeigt.

Durch den Umstieg auf effiziente Gasheizungen können Hausbesitzer nicht nur ihren CO2-Ausstoß um knapp ein Drittel senken. Auch ihre Energiekosten verringern sich um etwa 30 Prozent. Beim Wechsel von einer Ölheizung auf ein Gas-Brennwertgerät lassen sich sogar bis zu 36 Prozent der Energiekosten und rund 50 Prozent der CO2-Emissionen einsparen. Zusätzlich zu der staatlichen Förderung durch die KfW profitieren Moderisierer während der Raustauschwochen außerdem durch eine Prämie. Die mitwirkenden Heizgerätehersteller belohnen den Heizungstausch zwischen März und Oktober mit einem Zuschuss in Höhe von 200 Euro. Dieser wird seitens der mehr als 60 beteiligten Energieversorger aus acht Bundesländern durch weitere individuelle Boni aufgestockt.

„Jeder kann zum Klimaschutz beitragen. Die ‚Raustauschwochen‘ zeigen, dass auch kleine Maßnahmen wie der Umstieg auf effiziente Gas-Brennwerttechnik im eigenen Zuhause große Klimaschutzwirkung erzielen können. Noch niedriger wird die CO2-Last des Eigenheims, wenn Bio-Erdgas eingesetzt oder die Anlage mit Solarthermie kombiniert wird. So wird das Haus zunehmend grüner und wir kommen gemeinsam schnell auf Kurs in Richtung Klimaziel 2030. Wichtig ist jetzt, dass auch die Politik das Potenzial von grünem Gas bei der konkreten Ausgestaltung der geplanten Klimaschutzmaßnahmen im Wärmemarkt berücksichtigt“, fordert Kehler abschließend.

Die Studie „Ein CO2-optimiertes Förderregime für die Gebäudesanierung“ des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) ist hier einsehbar. 

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