Pressemitteilung, 6. Dez 2019, 11:18

Kehler zur EU-Einigung für grüne Finanzprodukte

  • Neue EU-Taxonomie umfasst 3 Kategorien für nachhaltige Geldanlagen
  • Gas kann in die beiden Kategorien „transition“ oder „enabling“ fallen
  • Kehler: „Wir begrüßen den Beschluss, mit dem die EU den Umbau und die weitere Entwicklung des Gassystems stärkt.“


Berlin, 6. Dezember 2019. Die EU-Institutionen haben sich gestern auf ein Regelwerk für nachhaltige Finanzprodukte geeinigt. Die sogenannte EU-Taxonomie definiert, wann eine Investition innerhalb der EU als „grün“ bezeichnet werden darf. Der Beschluss sieht drei Kategorien für Finanzanlageprodukte im Rahmen der EU-Taxonomie vor: „green“, „transition“ und „enabling“. Den Beschluss kommentiert Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS:

„Mit der Entscheidung wurde ein klarer Rahmen für nachhaltige Investitionen in Europa geschaffen – und dieser war dringend nötig. Denn wenn wir das ambitionierte Ziel der EU-Kommission, bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent zu werden, tatsächlich erreichen wollen, müssen wir alle uns zur Verfügung stehenden Optionen für schnellen Klimaschutz nutzen.

Die nun beschlossene Einteilungslogik stärkt Investitionen in Aktivitäten, die entweder selbst weniger Emissionen erzeugen oder es anderen Marktteilnehmern ermöglichen, ihre Emissionen zu senken. Je nach Anwendung können Gastechnologien damit als „transition“- oder als „enabler“-Projekte gelten. Das passt, denn allein der Wechsel von Kohle oder Heizöl zu Erdgas senkt den CO2-Ausstoß bereits um mindestens 40 Prozent. Und je höher der Anteil an grünen Gasen im Gasnetz wird, desto kleiner wird auch der CO2-Fußabdruck anderer Marktakteure, die Gas nutzen.

Gas und seine Infrastruktur sind wesentliche Bausteine des zukünftigen Energiesystems – und das in ganz Europa. Der Weg in die Wasserstoffwelt führt über die heute verfügbaren Gastechnologien. Sie sind das Rückgrat – der „enabler“ – des zukünftigen grünen Gassystems. Wir begrüßen, dass die EU dies erkannt hat und den Umbau des Gassystems durch ihre gestrige Entscheidung aktiv unterstützt. Damit wurde eine wichtige Weiche für die weitere Entwicklung des europäischen Gassystems gesetzt. Am Ende muss ein Ziel stehen: eine europäische Wasserstoffunion.“

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