Pressemitteilung, 06. Mai 2020

Kehler zur Entscheidung zur Verlängerung der Mautbefreiung für Erdgas-Lkw

  • Bundesverkehrsausschuss empfiehlt Mautbefreiung für Erdgas-Lkw bis Ende 2023
  • Markt und Infrastruktur für LNG-Lkw wachsen weltweit
  • Kehler: „Die Förderung von LNG im Heimatmarkt stärkt die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Fahrzeughersteller.“


Berlin, 6. Mai 2020. Heute hat der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages empfohlen, die seit 2019 geltende Mautbefreiung für Erdgas-Lkw bis zum 31. Dezember 2023 zu verlängern. Damit hat die Diskussion um die Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes eine entscheidende Hürde genommen. In den kommenden Wochen werden Bundestag und Bundesrat über die Beschlussempfehlung des Ausschusses abstimmen. Die Entwicklung kommentiert Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS:

„Wir begrüßen die Empfehlung des Verkehrssauschusses, die Mautbefreiung von Erdgas-Lkw für weitere drei Jahre zu verlängern. So erhalten Marktakteure, die auf den emissionsarmen Gasantrieb setzen, endlich eine verlässliche Perspektive und damit Planungssicherheit. Dass dringender Handlungsbedarf besteht, liegt auf der Hand: Seit 20 Jahren ist der CO2-Ausstoß des deutschen Straßengüterverkehrs nicht gesunken. Gasbetriebene Lkw stoßen im Vergleich zu Euro-6-Diesel-Lkw bis zu 15 Prozent weniger CO2 aus und können somit schnelle Klimaerfolge erzielen. Mit Biogas fahren sie sogar nahezu klimaneutral.

Durch die Mautbefreiung und die ebenfalls seit 2019 geltende Förderung von energieeffizienten und CO2-armen Lkw hat die Politik den vom Diesel dominierten Markt für emissionsarme Antriebsalternativen geöffnet. Und es hat gewirkt: Seitdem wurden 1.421 Anträge zur Förderung von LNG-Lkw und über 430 für CNG-Lkw gestellt. Damit einher ging ein rascher Ausbau der LNG-Tankstelleninfrastruktur, die mittlerweile 18 Tankstationen im Bundesgebiet umfasst. Durch die Verlängerung der Mautbefreiung wird dieses positive Momentum weitergeführt.

Insbesondere bei LNG darf Deutschland nicht den Anschluss verlieren, denn wir sehen hier einen weltweiten Trend. Allein auf chinesischen Straßen fahren bereits 315.000 LNG-Lkw, in Europa waren es im Jahr 2019 fast 10.000. Die EU hat die Chancen dieser Technologie bereits vor 10 Jahren erkannt und gemeinsam mit Marktakteuren entlang der Hauptrouten des Lkw-Schwerverkehrs einen „LNG Blue Corridor“ mit Tankstelleninfrastruktur errichtet. An dem Projekt war auch Zukunft ERDGAS von Anfang an beteiligt. Indem wir LNG im Heimatmarkt fördern, leisten wir nicht nur unseren Beitrag zum weiteren Ausbau der europäischen Infrastruktur. Wir stärken auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer Hersteller.“

Zukunft Gas ist der Bran­chen­ver­band der deut­schen Gas-Wirt­schaft. Er bün­delt die In­te­res­sen der Mit­glie­der und tritt ge­gen­über Öf­fent­lich­keit, Po­li­tik und Ver­brau­cher:innen auf. Ge­mein­sam mit den Mit­glieds­un­ter­neh­men setzt sich der Ver­band da­für ein, dass die Po­ten­zi­a­le des Ener­gie­trä­gers so­wie der be­ste­hen­den Gas­in­fra­struk­tur ge­nutzt wer­de, und in­for­miert über die Chan­cen und Mög­lich­kei­ten, die Erd­gas und grü­nes Gas wie Was­ser­stoff und Bio­gas für un­se­re Ge­sell­schaft bie­ten. Ge­tra­gen wird der Ver­band von füh­ren­den Un­ter­neh­men der Gas-Wirt­schaft. Wei­te­re Bran­chen­ver­bän­de und die Heiz­ge­rä­te­in­dus­trie un­ter­stüt­zen Zukunft Gas als Part­ner.

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