Pressemitteilung,

Industriestrom wird zur Hälfte durch Erdgas gedeckt

  • Deutsche Industrie hat im Jahr 2019 53,4 TWh Strom erzeugt
  • Industrielle Erdgasverstromung in zehn Jahren um 42% gestiegen
  • Kehler: „Erdgas ist ein fundamentales Standbein der deutschen Industrie. Umso wichtiger sind genügend Wettbewerb und Importmöglichkeiten von Erdgas, um die Wirtschaft zu unterstützen.“

Berlin, 21. Oktober 2020. Die Industrie bleibt der größte Erdgasabnehmer in Deutschland. Insbesondere bei der industriellen Stromerzeugung wird Erdgas immer wichtiger. Wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, sorgt Erdgas inzwischen für 50 Prozent des von der Industrie erzeugten Stroms.

Erdgas ist für die Industrie aus zwei Gründen ein wichtiger Rohstoff: Mit dem Hauptbestandteil Methan wird Wasserstoff, Blausäure oder Ammoniak hergestellt. Als Energieträger dient Erdgas der Wärme- und Stromerzeugung. Vor allem für den Industriestrom wird Erdgas immer wichtiger. So ist die industrielle Stromerzeugung mit Erdgas von 2009 bis 2019 um 42 Prozent angestiegen: von 18,813 auf 26,691 TWh. Damit liefert Erdgas inzwischen 50 Prozent der Stromerzeugung der Industrie.

Dazu Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS: „Der Anteil von Erdgas hat in den letzten zehn Jahren stark zugenommen, sodass Erdgas zum ersten Mal zur Hälfte die Stromerzeugung der Industrie deckt. Besonders in der aktuellen Pandemie beweist Erdgas seine Resilienz und Stabilität. Diese Eigenschaften sind besonders wichtig für die Industrie, welche eng mit dem Energieträger verbunden ist. Gerade zu den aktuell schwierigen wirtschaftlichen Zeiten sollte der Erdgasbedarf ausreichend gedeckt werden und Importstrukturen zugänglich gemacht werden, damit der Erdgaspreis weiterhin so konkurrenzfähig bleibt.“

Dabei zeigen die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes auch: Während der Anteil von Erdgas bei der industriellen Stromproduktion kontinuierlich stieg, ist der Anteil des Stroms aus Stein- und Braunkohle in den vergangenen zehn Jahren von 22,6 Prozent auf 11,6 Prozent zurückgegangen. Erdgas verdrängt also den deutlich klimaschädlicheren Kohlestrom. Damit wird auch die wichtige Brückenfunktion deutlich, die Erdgas in der Energiewende und für eine verlässliche Versorgung nicht nur im Industriesektor spielt. Im Vergleich zur Braunkohle reduziert die Stromerzeugung mit Erdgas die CO2-Emissionen um bis zu 70 Prozent, das ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

In Zukunft könnte die Bedeutung des Energieträgers in der Industrie noch steigen. Denn mit Erdgas können große Mengen an CO2-neutralem Wasserstoff hergestellt werden, welcher wiederum als Rohstoff und Brennstoff weiterverwendet werden kann. „Mit dem Alleskönner Wasserstoff wird der emissionsintensiven Industrie eine echte Perspektive zur Dekarbonisierung geboten. Mit der steigenden Nutzung von Erdgas schlägt die Industrie hier bereits heute den richtigen Weg ein“, so Kehler abschließend.

Zukunft Gas ist der Bran­chen­ver­band der deut­schen Gas-Wirt­schaft. Er bün­delt die In­te­res­sen der Mit­glie­der und tritt ge­gen­über Öf­fent­lich­keit, Po­li­tik und Ver­brau­chern auf. Ge­mein­sam mit den Mit­glieds­un­ter­neh­men setzt sich der Ver­band da­für ein, dass die Po­ten­zi­a­le des Ener­gie­trä­gers so­wie der be­ste­hen­den Gas­in­fra­struk­tur ge­nutzt wer­de, und in­for­miert über die Chan­cen und Mög­lich­kei­ten, die Erd­gas und grü­nes Gas wie Was­ser­stoff und Bio­gas für un­se­re Ge­sell­schaft bie­ten. Ge­tra­gen wird der Ver­band von füh­ren­den Un­ter­neh­men der Gas-Wirt­schaft. Wei­te­re Bran­chen­ver­bän­de und die Heiz­ge­rä­te­in­dus­trie un­ter­stüt­zen Zukunft Gas als Part­ner.

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