Pressemitteilung,

CO2-Tag: Am 15. März ist Deutschlands CO2-Budget aufgebraucht

  • Zukunft ERDGAS ruft zum vierten Mal den CO2-Tag aus
  • Heute verfügbare Gastechnologien können die Emissionen des Stromsektors, des Wärmemarktes und des Verkehrs deutlich senken
  • Kehler: „Die Klimapolitik darf sich nicht mehr nur auf Ziele beschränken. Auch der Budget-Ansatz muss stärker verankert werden, damit wir schnell wirksame Lösungen zur CO2-Minderung nutzen können.“


Berlin, 15. März 2020. Am heutigen Sonntag ist Deutschlands CO2-Tag. Der Aktionstag markiert das Datum, an dem Deutschland sein theoretisches CO2-Budget für das gesamte Jahr 2020 verbraucht hat. Die Brancheninitiative Zukunft ERDGAS fordert auch anlässlich des diesjährigen CO2-Tags eine Anpassung der Klimapolitik hin zu schnell wirksamen Maßnahmen.

Vor fünf Jahren hat sich die Weltgemeinschaft in Paris das Ziel gesetzt, die Erderwärmung bis 2050 auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Damit dieses Klimaziel erreicht wird, dürfen laut einer Studie des WWF, die sich auf Berechnungen des Weltklimarats (IPCC) stützt, weltweit nicht mehr als 890 Milliarden Tonnen CO2 in die Atmosphäre gelangen.

Mithilfe eines Pro-Kopf-Schlüssels lassen sich aus dieser Höchstmenge nationale CO2-Budgets ableiten, die auf die Jahre bis 2050 verteilt werden: Von 2015 bis 2050 dürfte Deutschland somit theoretisch jährlich 275 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen. Da seit 2015 jedoch deutlich mehr Emissionen freigesetzt wurden, verringert sich das Restbudget jedes Jahr. Deutschland steht so im Jahr 2020 ein CO2-Budget von 177 Millionen Tonnen zur Verfügung. Bleibt der CO2-Ausstoß auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr, ist das Budget für 2020 bereits am 15. März erschöpft.

Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft ERDGAS, betont: „Der alljährlich wiederkehrende CO2-Tag hält uns einen Spiegel vor. Er zeigt eindrücklich, dass unsere Klimaschutzmaßnahmen zu kurz greifen – und das obwohl Klimaschutz mittlerweile ganz oben auf der Agenda steht. Daher darf sich die Klimapolitik nicht mehr nur auf Ziele beschränken. Auch der Budget-Ansatz muss stärker verankert werden, damit wir bereits verfügbare, schnell wirksame Lösungen zur CO2-Minderung nutzen können.“

Ein Wechsel von Braunkohle zu Gas kann in der Stromerzeugung bis zu 70 Prozent CO2 einsparen. Auch im Wärmemarkt besteht noch großes Potenzial: In deutschen Heizungskellern sind noch immer mehr als fünf Millionen alte Ölheizungen installiert. Ein Wechsel zu einer modernen Gasheizung reduziert den CO2-Ausstoß hier um 40 Prozent. Und auch auf deutschen Straßen ist man aktuell nur mit Biogas nahezu klimaneutral unterwegs. 60 TWh Biogas werden bereits produziert, das reicht theoretisch aus, um 8,8 Mio. Pkw zu betreiben.

Zukunft Gas ist der Bran­chen­ver­band der deut­schen Gas-Wirt­schaft. Er bün­delt die In­te­res­sen der Mit­glie­der und tritt ge­gen­über Öf­fent­lich­keit, Po­li­tik und Ver­brau­chern auf. Ge­mein­sam mit den Mit­glieds­un­ter­neh­men setzt sich der Ver­band da­für ein, dass die Po­ten­zi­a­le des Ener­gie­trä­gers so­wie der be­ste­hen­den Gas­in­fra­struk­tur ge­nutzt wer­de, und in­for­miert über die Chan­cen und Mög­lich­kei­ten, die Erd­gas und grü­nes Gas wie Was­ser­stoff und Bio­gas für un­se­re Ge­sell­schaft bie­ten. Ge­tra­gen wird der Ver­band von füh­ren­den Un­ter­neh­men der Gas-Wirt­schaft. Wei­te­re Bran­chen­ver­bän­de und die Heiz­ge­rä­te­in­dus­trie un­ter­stüt­zen Zukunft Gas als Part­ner.

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