Branchennews, 05. Aug 2022

Microsoft experimentiert in Rechenzentren mit Brennstoffzellen

Das vor allem für sein Betriebssystem Windows bekannte US-Unternehmen Microsoft setzt künftig auch auf Brennstoffzellen, um bestehende Dieselgeneratoren als Backup-Aggregate in seinen Rechenzentren zu ersetzen. 

Ein erstes Polymerelektrolytmembran-Brennstoffzellensystem (PEMFC) wurde nun in Latham im US-amerikanischen Bundesstaat New York gezeigt. Das System mit einer Leistung von drei Megawatt besteht aus mehreren, zusammengeschalteten 125 Kilowatt Brennstoffzellen und ist in zwei rund zwölf Meter langen Schiffscontainern untergebracht. Gebaut wurde es von Plug Power, einem amerikanischen Anbieter von Lösungen im Bereich Wasserstoff. "Was wir hier erlebt haben gleicht einem Mondlandungsmoment für die Rechenzentrenindustrie - dass wir nun die Möglichkeit haben, emissionsfrei Energie zu produzieren, ist überwältigend," so Sean James, Director Data Center Research bei Microsoft.

Der Schritt markiert einen Meilenstein auf dem Weg des Software-Riesen hin zu Null-Emissionen bis zum Jahr 2030. Darüber hinaus möchte das Unternehmen sogar CO2-negativ werden, um in der Vergangenheit emittiertes CO2 wieder einzufangen. Bereits 2013 begann Microsoft, mit Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC) erste Tests. Das nun vorgestellte System sei eine natürliche Weiterentwicklung: "Wir haben uns die prognostizierten Kostenentwicklungen sowie Verfügbarkeit von Wasserstoff angesehen und sind wirklich überzeugt davon, dass dieser Weg aufgehen kann," so Mark Monroe, Hauptingenieur des Projekts bei Microsoft.

Das PEMFC-System wird nun in einem Forschungs-Rechenzentrum von Microsoft installiert und bildet die Grundlage für erste Tests mit Wasserstoff in Microsofts breiterer Infrastruktur. Mittelfristig plant das Unternehmen, intensiv in die Nutzung von Brennstoffzellen zu investieren: "Sobald sich die Unsicherheiten mit der neuen Technologie gelegt haben werden wir sagen: Okay, wir haben eins gebaut. Wo kann ich jetzt 1.000 davon bekommen?"

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