Erdgas: Mehr als Wärme

Erdgas ist ein klimaschonender Energieträger, der traditionell zum Heizen und zur Warmwassererzeugung verwendet wird. Fast jeder zweite Haushalt in Deutschland wird sicher und zuverlässig mit Gas versorgt. 42 Millionen Menschen in Deutschland profitieren von den innovativen Gas-Technologien. Erdgas lässt sich gleichermaßen aber auch für die Stromversorgung, für den Antrieb von Fahrzeugen wie auch in der Industrie als Prozessenergie nutzen. Da er so vielfältig einsetzbar ist, ist der Energieträger ein wichtiger Baustein im heutigen und im künftigen Energiemix.

Erdgas: Wichtiger Bestandteil im deutschen Strommix

Im Strommarkt nimmt Erdgas eine wichtige Rolle ein. Der fortschreitende Atom- und Kohleausstieg und der steigende Anteil erneuerbarer Energien sorgt zunehmend für eine stark schwankende Einspeisung. Auch wenn es genug Kapazitäten von Erneuerbaren gibt, werden regelbare und klimaschonende Gas-Kraftwerke als Back-Up die Stromversorgung sichern müssen.

Gas-Kraftwerke sind hochleistungsfähig, denn sie sind kaum störanfällig für extreme Wetterbedingungen und aufgrund ihrer schnellen Startfähigkeit ein verlässliches Backup für die volatilen erneuerbaren Energien. Sie nutzen den Energieträger Erdgas besonders effizient, da die entstehende thermische Energie der Verbrennungsgase zusätzlich zur Stromerzeugung verwendet werden. Rund 30 GW an emissionsarmer Gaskraftwerkskapazität sind derzeit in Deutschland installiert. Diese Leistung wurde 2021 im Durchschnitt zu 20 Prozent ausgelastet. Gleichzeitig ist die Auslastung von Braunkohle- und Steinkohlekraftwerken gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen.

Strom mit innovativer Gas-Technologie selbst erzeugen

Strom selbst erzeugen – mit innovativen Gas-Technologien

Strom erzeugende Heizungen und Brennstoffzellen erzeugen aus Erdgas und erneuerbarem Biogas dezentral sowohl Strom als auch Wärme für Heizung und Warmwasser in Ein- und Zweifamilienhäuser. Der Vorteil: Durch die zusätzliche Nutzung der Abwärme wird ein Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent erreicht. Bis zu zwei Drittel ihres Strombedarfs kann eine Familie durch Kraft-Wärme-Kopplung selbst erzeugen. Da das Abnahmeverhalten schwankt, gibt es Zeiten, in denen die Heizung mehr Strom erzeugt, als benötigt wird. Dieser Anteil wird in das Stromnetz eingespeist und vergütet. Die dezentrale Energieerzeugung schont die Umwelt und wird deshalb vom Staat gefördert.

Heizen mit Erdgas

Wo immer es in Ihrem Zuhause um Wärme geht: Erdgas ist die richtige Antwort.

Erdgas im Haus

Kaum ein Energieträger ist so vielfältig anwendbar wie Erdgas und dabei so sauber.

Gas-Verbrauch

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Prozessenergie bereitstellen mit Erdgas

Prozesswärme ist Wärmeenergie für technische Prozesse und die Beheizung von Nichtwohngebäuden, für die ein hoher Wärmebedarf oder viel Dampf benötigt wird, in der Industrie, im Gewerbe und im Dienstleistungssektor: beispielsweise zum Aushärten und Trocknen, beim Sterilisieren, Spülen und Waschen oder beim Verflüssigen und Verteilen.

Erdgas ist die wichtigste Energie für die Bereitstellung der Prozesswärme. Produktionsprozesse wie Schmelzen, Verformen und Einbrennen können oft erst durch den Einsatz von Erdgas ermöglicht werden, da Erdgas bei der Verbrennung die benötigten Temperaturen für die Thermoprozesstechnik erreicht. Temperaturen von bis zu 1.500 °C können mit Erdgas auf den Punkt genau reguliert und exakt auf dem Niveau gehalten werden, dass z. B. die Industrie für ihre Prozesse braucht. Zudem ist die Energie dank der gut ausgebauten Gas-Infrastruktur leicht zugänglich und in großen Mengen verfügbar.

Prozessenergie kann mit Gas und Gas-Technologien günstig und klimaschonend zur Verfügung gestellt werden. Im Vergleich zu anderen konventionellen Energieträgern weist Erdgas geringere spezifische CO2- und keine Schwefeldioxid-Emissionen auf. Die Einbindung der Nutzung erneuerbarer Energien, wie sie vom Gesetzgeber in Zukunft in zunehmendem Maße eingefordert wird, lässt sich in der Regel durch Biogas einfach realisieren.

Energiemix der Industrie: Erdgas ist der wichtigste Energieträger

CNG und LNG – Kraftstoffe mit Potenzial

CNG und LNG machen den Verkehr schon heute fit für die Zukunft und bieten noch viel Potenzial. Für diese Alternativen sprechen ganz klar der dauerhaft günstige Preis, die weitestgehend saubere Verbrennung und die geringen Geräuschemissionen bei gleichem Komfort und Sicherheit gegenüber den herkömmlich betriebenen Fahrzeugen. Die CO2-Bilanz eines CNG-Autos fällt um 25 Prozent niedriger aus als bei einem Benziner. Erdgas-Fahrzeuge stoßen keinen Feinstaub und kaum Rußpartikel aus und erfüllen heutige und künftige Abgasnormen. Noch sauberer geht es bei der 100-prozentigen Nutzung von Biogas oder synthetischem Erdgas aus überschüssiger Wind- und Solarenergie. In einem zu 100 Prozent mit Biogas betankten Fahrzeug kann die CO2-Emission laut der Deutschen Energieagentur um bis zu 97 Prozent reduziert werden.

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Unser Quicktest hilft Ihnen herauszufinden, wer Ihr Gas-Netzbetreiber, wer Ihr Gas-Grundversorger und wie energieeffizient Ihre Heizung ist.

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